Ein Cover, das gleich klar Schiff macht: Uns ist alles egal. Und warum auch nicht? Die Welt ist 2017 schließlich genau so scheiße wie das Artwork. Globalisierungskrise, Abschottungstendenzen, Protektionismus, Migrationsängste: Weder Songwriter Martin Gore noch sein lernwilliger Ziehsohn Dave Gahan …
Die Welt dreht sich stoisch im Takt der immerselben Melodieführung. Ein Akt der Gleichgültigkeit. Jede Tonfolge eine Dissonanz, die einem Spottlied auf Erfahrung und Weisheit gleichkommt. Statt feinfühliger Instrumente, immer nur großkalibrige Waffenmündungen mit dem Ziel unbändiger Zerstörungswut. Statt Erkenntnis und Verbrüderung, Machtgier und Unterwerfung. Ernüchternde Zustände, die dem Zeitgeist eine hässliche Fratze verleihen. Ein Szenario voll dystopischer Faszination, das die mattschwarze Bühne für Depeche Modes vierzehntes Studioalbum erbaut.
Mit an Bord der "Spirit" auf dem zu Eis erstarrten Weltmeer befindet sich der Brite James Ford (Simian Mobile Disco), Fachkraft für Electrosounds, neuer Produzent und gleichzeitig treibende Kraft hinter einem neuen Kapitel Bandgeschichte. Eckiger, wütender, ja unberechenbarer klangen Depeche Mode seit zwei Dekaden nicht. "Spirit" steht somit auch für das Innenleben einer alternden Band, die alles erreicht hat, sich jedoch neu beseelt fühlt. Das aufmüpfig romantische Individuum der Anfangszeit ist dem verzweifelten Aufschrei des Kollektivs gewichen. Zumindest zu Anfang des Albums.
"We Feel Nothing Inside" klagt Dave Gahan im majestätisch treibenden Opener "Going Backwards". Jeder technischer Errungenschaft folgt mentaler Zerfall, mechanisch prasseln die Drumkits auf das fragile Grundgerüst nieder und formen das Zerrbild einer steril gewordenen Welt, von Mikrochips und Maschinen dominiert. Menschen hausen in seelenlosen Betonburgen, frostige Orte von denen einst viel Wärme und Licht ausging.
Eine taumelnde Karawane anthrazitfarbener Häuserkerker formiert sich, in deren Mitte Gahan vehement eine Revolution herbeisehnt, ob fehlender Reaktion resigniert, ja sogar trotzig die schwerfällige Masse herausfordert ("Where's The Revolution"). Der Mittelteil folgt einer verträumt-hypnotischen Passage repetetiver Struktur. Der Hörer wird jedoch durch sich im Hintergrund stetig steigernde und scharf geschnittene Drumsets zurück in die surrende Realität zurückbefördert und bleibt der Lösung weiter fern.
Szenenwechsel.
Im diffus-orangenen Laternenschein lehnt Gahan an verwittertem Mauerwerk und sinniert zu gediegenen Tönen über Kontrollverlust und Schuldfragen ("The Worst Crime"), aufkeimendes Schlagzeugspiel bleibt in der Finsternis verhangen. Die Stille wird jäh durch technoid-eingefärbte Elektronikschübe durchbrochen. "Scum" setzt auf punktgenaue Aussteuerung, verzerrte Detailfragmente und eine überaus atmosphärische Architektur, die Dave in gewohnt lässiger Gangart durchschreitet.
Das folgende "You Move" zelebriert laszive Wallungen zu moderner Produktion, klirrend kaltem Tastenmotiv und einer nach dem düsteren Anfang des Albums beschwingten Grundstimmung, ohne den quarzitgrauen Nebelpalast zu verlassen. In diesen zieht sich Gahan in "Cover Me" sofort wieder zurück und hängt zu sanftem Ambientsound den Gedankengängen nach, die sich ab Mitte des Tracks in pulsierenden Synthwellen entladen, die die unmittelbare Umgebung überfluten, sich stromlinienförmig pumpend ausbreiten, um danach wieder zurück in die immerwährenden Schatten zu fließen. Für "Eternal", dem ersten Solo von Martin Gore pinselt das Soundbild gar dunkelste Farbtöne auf die ausgebreitete Leinwand. Auf dieser besingt Gore Vaterliebe in ihrer reinsten Form im Auge des radioaktiven Sturms, welcher sich auch akustisch an einer Stelle des Stücks in grollend-bissiger Ausführung andeutet, kurz die zarte Aura zu durchstoßen versucht, doch das Innere Momentum obsiegt für den Augenblick.
Zurück zu den dampfig warmen Uferlandschaften der Mississippiebenen des Vorgängers. Zu abendlicher Stimmung parkt Gahan die Delta Machine und stolziert im gleißenden Sonnenuntergang, untermalt von bluesy Taktraten mit allerlei Störgeräuschen garniert.
Eines der Highlight findet sich in "So Much Love". Es scheppert, kracht und vibriert im Hintergrund des dynamischen Tracks, während Gahan, bestens durch Gore unterstützt eine der markantesten Hooklines der letzten Alben abfeuert. Stolz und frei von allen Unterdrückungen zeigt der Song auch viele Grundelemente des modernen Depeche Mode Sounds, erwähnenswert sei hier das stimmige Twang-Gitarrenthema, das noch lange nachhallt und dem Akustikchaos eine temporäre Ordnung verleiht. "Poorman" übt sich in schonungsloser Kapitalismuskritik vor der Kulisse mächtiger Bassgebirge und pluckernder Elektronik mit Blues-Zitaten im Saitenspiel versehen.
Das einst lodernde Feuer. Erloschen. Orte an denen gemeinsame Erinnerungen beheimatet waren, verkommen zu schemenhaften Ruinen und der zweisame Weg erreicht seinen finalen Punkt, zugleich offenbart er den ungeschönten Blick auf ein Scherbenpuzzle und trotzdessen wird der entschlossene Schritt in die Zukunft gewagt. "No More (This is the Last Time)" ist ein emotional starkes Werk, voll melidiöser Momentaufnahmen samt eingängig austarierter Hook. Ein letzter wehmütiger Schwenk in die Vergangenheit zeigt sich im eingestreut funkelnden Klangbild, als Symbol sinnlicher Stunden.
"Oh we failed", berühmte letzte Worte Martin Gores.
Für den Abschluss kleidet Ford eine gore'sche Ballade in ein topmodernes Gewand. Soundtechnisch aktueller und doch so zeitlos klang Martin nie. Es glitzert, pocht und rattert, erlaubt sich eine leichte BoomBap-Ästhetik (die ihm verdammt gut steht), verliert jedoch nie den spacy Fokus auf eine ätherisch-hochtechnisierte Zukunftsvision und gleichzeitige Rückschau ("Fail"). Die letzten Momente sind luftiger Balsam nach all der Düsternis, die einen so wohlig in ihren soghaften Bann zog.
"Spirit" funktioniert auf Albumlänge prächtig, bündelt viele bewährte Stärken und forciert neue Elemente. Noch immer eine eigene, besondere Liga.
props für "Mit an Bord der "Spirit" auf dem zu Eis erstarrten Weltmeer" & "die taumelnde Karawane".
du rennst mit deiner stilistisch immer mehr eigene formen annehmenden art bei mir offene türen ein. das mag auch daran liegen, dass wir beide diesen hang zur bildhaften sprache haben, der sich manchmal verselbständigt.
auf dem wege weitermachend, sind wir bald fort von "hi garrett" und hin zu "moin herr kollege". ich sehe alle voraussetzungen, dass du - bei noch ein wenig entwicklung und schliff - das zeug zum professionellen autor hast.
"Viel hilft viel" gilt für's professionelle Schreiben -egal ob formell oder kreativ- weniger häufig als in den meisten anderen Lebenslagen, wenn larq mal von so was wie Traum- oder Traumatagebüchern absieht...
Das bildhafte in der Sprache ist in der Tat sehr oft gelungen, Garret, aber Reduktion ist in der Schriftstellerei eine spezielle, hohe Kunst (mit der ich mich besonders hier und ohne Lektorat selbst oft genug schwer tue, zugegeben).
"Wenn alles gesagt ist, und die Worte ausgehen, und die Reime und die Satzzeichen und das Meiste eine Wiederholung ist oder nichts bedeutet, muss jeder Satz eine Entscheidung sein. Und keinen Satz, kein Wort, nicht einmal ein Komma schreiben, nur um es zu schreiben! Es gibt keine Zeilen mehr, die so noch keiner geschrieben hat, also schreib sie wenigstens so, dass sie für dich selber notwendig sind[...]"
Ich sehe Talent und Potential für den Bereich Belletristik, insbesondere Prosa, Garret. Es fehlt: Reduktion, Routine, stellenweise roter Faden. Aber bereits an dieser Stelle den "Ritterschlag" von jemandem anzunehmen, der einerseits Auszüge aus von der entsprechenden Fachkritik gelobten Belletristik als "sinnlose Selbstbeweihräucherung" geißelt und dabei andererseits selber nix publiziert außer seinen halbseitigen Meinungen zu neu erscheinender Musik auf einem Onlineportal, dies beraubt einen m.E. um den nötigen Ehrgeiz und Verbesserungswillen. Denn da ist natürlich noch viel Luft nach oben, die entweicht, sobald larq sich in der Ansicht einnistet, dass es "für laut.de ja bereits reicht".
"Überleg Dir's zweimal" sagte der Ghostwriter in mir, der schon viele Jahre seinen Teil zu meinem Lebensunterhalt beigetragen hatte. Oder lies halt nochmal den Kommentar von unregistered, respektive hilf weiter bei meuri aus, auch wenn ich persönlich denke, du könntest mehr als das - abhängig natürlich auch davon, wie sehr dich ein "strukturierter Alltag eines ordentlichen Bürgers" momentan im Griff hat und was das Schreiben für dich selbst bedeutet
"Aber bereits an dieser Stelle den "Ritterschlag" von jemandem anzunehmen, der einerseits Auszüge aus von der entsprechenden Fachkritik gelobten Belletristik als "sinnlose Selbstbeweihräucherung" geißelt und dabei andererseits selber nix publiziert außer seinen halbseitigen Meinungen zu neu erscheinender Musik auf einem Onlineportal..."
Woher weiss man eigentlich das der Anwalt nichts publiziert? Vielleicht veröffentlicht er nur unter einem Pseudonym (Graf Zahl?) in Nischenmedien wie z.B dem Zentralorgan der europäischen Fledermauszucht
Der war schon unfair... unter meinem Klar-/Geburtsnamen hab ich praktisch selber nix publiziert außer meiner Diplomarbeit und einem einmaligen Beitrag in der Rubrik "Vom Fachmann für Kenner" der Satirezeitschrift Titanic
ah, souli läd mal wieder ohne not (!) zum giftcocktail. wurde anscheinend viel gelernt seit dem letzten mal. aber weißte was, mein freund und torfstecher: ohne mich! denn wenn schon in den ring, dann wenigstens ohne den rhethorischen giftschrank bewusst unwahrer oder fahrlässig ins blaue geredeter falschbehauptungen, die erkennbar nur der diskreditierung des gegenübers dienen.
zum einen habe ich das wort "selbstbeweihräucherung" meines wissens nie benutzt (ich mag das wort nicht) und habe für letztere bekanntermaßen auch viel übrig, sofern sie von substanz getragen wird. insofern ist das ein falschzitat.
und zum anderen findet man bei entsprechender recherche texte von mir in mindestens 3 anderen blättern - vom onlinekollektiv bis hin zu tageszeitungen. das gehört allerdings nicht in den laut.de-zusammenhang, weshalb es hier mithin nicht thema ist.
insofern lasse ich mich lieber von leuten anpinkeln, die wenigstens keinen böswillig-manipulativen quark erzählen und bei der wahrheit bleiben.
also mach gern allein weiter, wenn es der hygienefindung dient.
@Anwalt Du hältst dich für Gottes federführende Hand, ich halte selbige halt hin und wieder gerne Mal unter den Scheffel von realitätsnäherem Lichteinfall.
Wer seine eigene Schreibe so dermaßen geil findet - Originalzitat von hier: "[...] sonst könnte ich es ja gleich lassen" - der muss auch gegen den Wind segeln können. In derlei Hinsicht sind wir uns nicht mal sonderlich unähnlich
deshalb moniere ich ja auch nicht, dass du mit mir spielen magst, sondern lediglich das falsche spiel.
die hauser/kienzle-nummer können wir durchaus abziehen. aber wenn du schon den vorteil hast, hier mit verdecktem visier zu segeln und ich ja schlecht - ohne arschloch zu sein - mit realer recherche kontern kann, erwarte ich zumindest echte zitate (wie jetzt. das stimmt!) und keine vorspiegelung falscher tatsachen, damit das bild besser passt.
ergo: mich stört nicht der antagonist, mich stört der gezinkte antagonist. da bin ich halt jurist, kann nicht aus meiner haut und eventuell etwas empfindlich.
@Anwalt Bin ja praktisch schon zurück gerudert, noch bevor der Mechanismus seine volle Entwicklung hätte entfalten können und hab eingestanden, dass die "keine Publikation"-Nr. unfair war, bzw. mich auch selber in schwere Verlegenheit gebracht hätte, würde jetzt jemand Belege fordern... Hast du das überlesen oder warum kam dennoch die volle Wirkung zur Entfaltung?
Möchte aber zu Bedenken geben: Der Glaube an eine gerechte Welt ist illusorisch und ein menschlich erdachtes Ideal-Konstrukt, die Annäherung an dieses Ideal auch in kollektiv sozialer und gelebter Mentalität nur marginal. Und man wächst an den Herausforderungen...
...aber wenn du unter der "Fair Play"-Prämisse das gegenseitige Kratzen an der selbstherrlichen Oberflächliche besser abkannst, sei's drum. Auch wenn ich da für uns eher so was wie "Augstein & Blome zu allem außer Politik" im Kopf gehabt hätte.
Schon geschehen und in physischer Form unterwegs zu mir, nutze nur derzeit meine Anwesenheit mehr so für haltlosen Schabernack und sinnlose Scherereien statt zum Kommetieren dessen, was mir musikalisch gerade gut oder auch nicht so gut rein geht...
...wobei "stilles mitlesen und rein hören" sogar immer noch den zeitintensiveren Teil davon ausmacht
Ach Leute, könnt ihr euch vorstellen, das schreiben ob es gefällt oder halt nicht, einfach nur Spaß macht? Nö könnt ihr euch nicht, wie immer fällt euch nur Hass ein, Hasst euch doch weiter selbst, manche Idioten haben es ganz nach oben damit geschaft und erscheinen von Tag zu Tag immer lächerlicher. Siehe Trump das Tier!
Wird er nicht, aber ich wusste ja, mit welchen z.T. Überfliegern ich den Anfangsbuchstaben ihres Rufnamen hier teile, da war/bin/bleibe ich abgehärtet genug für.
Dennoch danke für die aufmerksame Bemerkung @DaFunk
Fünününününününü... Da wurde jemand aufgrund seines Schreibstils gelobt... Fünününününününü... dabei will ich doch der schlaueste und beste hier sein.... Ich halte jetzt einfach die Luft solange an bis ich gewürdigt werde... Und außerdem stimmt es gar nicht das es Psychologen nur gibt weil ein richtiges Medizinstudium so scheisse schwer ist... Menno
Wenn mir die Blödeleien hier zu flach werden, kann ich immer ein paar ziemliche nette Insider-Tipps in Sachen Musik fallen lassen, die mindestens ein paar übliche Verdächtige zu verdammt passenden Assoziationen und damit wieder eigener und kollektiver musikalischer Horizonterweiterung bewegt...
...und welchen Mehrwert haben deine Beiträge hier so?
Hmmmm... Kommentar zu der Nominierung der Lochis, Bushido, Hinweis das noch keine Zeit für die Bewertung von Spirit war, Bushido, Kollegah gibt gerne Maulschellen und wieder Bushido... war jetzt nur mal schnell nachgeschaut... zwischendrin natürlich immer wieder die "ich bin so gebildet huldigt dies mit eurer Anerkennung Schiene" (manchmal durchaus lesenswert) und das war es dann im großen und ganzen... Natürlich ist dort ein Mehrwert zu erkennen es gibt ja viele verschiedene Ansatzweisen zur Bewertung eines solchen. Um mal fair zu bleiben natürlich bist du einer der drei bis fünf Säulen in dieser Kommentarwelt trotzdem eine Pause könnte gut tun. Scholdemolengangnunner
Dir (niko_laus) ist schon bewusst, dass du in einer Gesellschaft lebst, in der Aufforderungen wie deine letzte üblicherweise zum Gegenteil des Erwünschten führen?
Nix für ungut, du bist hier seit einigen Wochen (schon mit deinem zweiten Account) und hast in einer meiner aktiveren Phasen hier mal keinen Kommentar mit einem (für dich passenden) Musiktip gefunden. Ich poste hier seit fast 9 Jahren mehr oder minder regelmäßig als soulburn (Acc war zwischenzeitlich kurz abgemeldet, daher nicht am "dabei seit:" ersichtlich). Andere User schätzen an mir Entdeckungen wie Baroness, September Girls, Bilderbuch, Savages u.v.m..lange, bevor laut.de sich zu einer Berichterstattung erbarmte... Gleichzeitig lernte ich über diesen Austausch Acts wie Crystal Castles, Emma Ruth Rundle/Marriages, Whores. u.v.m. kennen.
Ich weiß ja nicht wie's dir so geht, ich hingegen lasse mich bei der Betrachtung eines einzelnen Kuchenstücks eher selten zu Aussagen hinsichtlich der dazugehörigen Torte hinreißen.
Doc Souli, du bist doch als "einer (sic) der drei bis fünf Säulen in dieser Kommentarwelt" bezeichnet worden. Weshalb bist du trotzdem salziger als Ulf nach einer Metallica Rezension?
...u.a. evtl., weil ich in der ersten Urlaubswoche bin, MEA offensichtlich richtig scheiße geworden ist und der ping meiner 200mbit-Kabelverbindung suckt?
aber doch net etwa wegen me4 urlaub genommen, oder? falls der hate unerträglich wird, gönn dir pause und guck mal die serie "narcos", wird dich aufmuntern.
@dHvW Doch u.a. auch deswegen (fliege aber ab SO noch paar Tage ins Ausland, damit der niko_laus Ruhe hat), bin ME-Fanboy seit der ersten Stunde... All das, was KotOR hätte sein können, all das, was Star Wars generell nie in der Videospielwelt war - und so viel mehr (bis zur Übernahme durch EA)...
Danke für den Tip, aber "Narcos" habe ich bereits während meines letzten längeren Urlaubs Ende letzten Jahres verschlungen. Hat nur wieder alte Auswanderer-Phantasien gen Südamerika beflügelt. In letzter Zeit glänzt Netflix erstmals auch durch kleinere, selbst produzierteIndie-Spielfilme, wie den hier weiter oben schon mit einer Referenz bedachten Grußkartenautorenfilm mit Bob Odenkirk oder auch "Fremd in der Welt" mit u.a. Elijah Wood
Ich persönlich fand den Odenkirk-Film eher durchschnittlich und "Fremd in der Welt" (furchtbarer deutscher Titel imo) ganz nett, aber nicht mehr. Lohnt sich eigentlich nur wegen Elijah Wood.
Ich suchte gerade "Westworld" und lese sonst eigentlich nur. Vor allem Charles Willeford.
Westworld, ja? Erster von mir ernst genommener Tip in die Richtung, danke.
Bzgl. lesen hat E. ne ordentliche bucket list hinterlassen, die ebenfalls sehr rückwärtsgewandt ist und mit Dahl, Shaw, Thompson, Burroughs, Bukowski und Tucholsky noch ein üppig bestücktes Lesejahr für mich bereit hält... Kürzlich hab ich noch Zusaks "The Messenger" durch bekommen, das kann und will ich hier auch empfehlen.
Das war ja mal deren Markenzeichen: Anspruchsvoller Content ohne Rücksicht auf Verluste. Man hat die Serien nahezu komplett in die Hände der Autoren gelegt und heraus kamen dabei ungewöhnliche Storylines und die großartigsten Dialoge in der Geschichte der Fernsehserie. Diese Nische sollte man nach dem GoT-Ausflug jetzt auch wieder besetzen, den Rest decken Netflix und Amazon sowieso nämlich zur Genüge ab. Von daher ist "Westworld" schon ein Schritt in die richtige Richtung.
Gebe dem Affen da ein Zückerchen: Westworld ist neben Mr. Robot die einzige (neue) Serie gewesen, die letztes Jahr mein Interesse wecken konnte. Folge 1 begeisterte mich durch wohl gesetzte Shakespeare Zitate, nach Folge 2 und 3 fast rage quit (fand die beide recht beschissen as in: todeslangweilig), doch danach dann steil weiter. Kann ich also empfehlen.
Hm, findest du den so gut? Habe ihn nicht gesehen, da die Thematik für mich schwer zu ertragen ist. Bin zwar selbst kein Hacker, aber war in meiner Jugend doch verhältnismäßig nah dran an der Entstehung solcher Internetkollektive und bekomme da gerne wahlweise Fremdschämattacken oder kleine Wutausbrüche, wenn das Fernsehen/der Film sich des Sujets (m.E. zu 99% nicht authentisch) annimmt...
Ich fand ihn sehr gut, ja, aber darum ging es mir nicht. Ich wollte darauf hinaus, dass die Macher von 'Mr. Robot' sich nicht unwesentlich an dem Film bedient, teilweise ganze Kameraeinstellungen uebernommen haben. Der Hauptcharakter traegt eine ikonische Kapuze usw. Ich fand es schon sehr dreist.
Das, was mundi sagt (habe einen Cousin, der da mal paar Jahre versierter war als der Durchschnitt), plus die Abstracts zu Filmen/Serien auf den deutschen Netflix-/Amazon-Portalen finde ich immer so furchtbar abschreckend, da fehlt mir inzwischen der Austausch wie hier, der so über Kumpel- und erweiterte Bekanntenkreise via Mund-zu-Mund-Propaganda lief, damit ich begreife, dass das alles nicht so furchtbar ist, wie es dort beschrieben wird...
...aber wenn baude schon mal Tips auspackt, trifft er auch häufig meinen persönlichen Mediengeschmack.
...und das Mr. Robot sich auf sämtlichen Ebenen wie Technik, Atmosphäre, Story und Inszenierung mit Plottwists sehr auf etablierte Medien ähnlicher Thematik stützt, ist ja hier schon diskutiert worden, finde den Mix der Element aber sehr gelungen...
...vergleichbar vielleicht mit ner Platte wie "Lektion #3" von Den Sorte Skole, wo ausschließlich aus bereits bekanntem etwas völlig neues und qualitativ ebenfalls hervorragendes zusammenzustellen...
Wenn wir schon dabei sind: Hat jemand Sorrentinos "The Young Pope" gesehen? Fand den Trailer damals mehr als ansprechend, habs dann aber aus den Augen verloren.
@Souli: Baroness wurden, wie ich mich entsinne von einer anderen (weiblichen?) Posterin hier eingeführt, oder warst du noch unter anderem Pseudonym unterwegs?
Ist das jetzt scheisse, wenn ich sage, dass ich Baroness und all das Zeug auch schon so kannte? XD
Was 'Mr. Robot' anbelangt: Man kann sich das schon ansehen, Rami Malek ist auch wirklich gut und Christian Slater sieht man dieser Tage sowieso viel zu selten. Aber ich war halt schon irgendwie enttaeuscht, als mir auffiel, wie deutlich sich da anderweitig "Inspiration" geholt wurde.
Das ist aehnlich wie mit der neuen Serie vom Ulmen: der hat ganz offensichtlich haufenweise 'Louie' und 'Curb Your Enthusiasm' gebinget, aber man findet es dann trotzdem noch lustig.
+1 für Westworld, Oz, Mr. Robot @souli Falls du's noch nicht kennst: Sneaky Pete. Wurde unter anderem von Bryan Cranston erschaffen und er hat darin auch eine relativ tragende Rolle. Klassiker sind eben sowas wie the sopranos oder the shield. @Baude Bist / Warst du nicht eh Ami oder hab ich da mit meiner Annahme etwa unrecht? Habe nämlich im Hinterkopf, das du mal erwähntest Muttersprachler zu sein. Hinzu kommt noch, das du wahrscheinlich älter bist als der Durchschnittsuser. In DE dauert(e) es meist immer ne Zeit bis amerikanische Bands hier ein wenig Bekanntheit erlangen. Für den US- Bereich würd ich Baroness sogar als Mainstream abtun. Vielleicht war deine "musikalische Erziehung" auch einfach nur recht durchlässig? @pa Hatte Mundi bereits erwähnt.
@souli 6 oder 7 Monate dürften es schon sein in denen ich hier mitschreibe (lesen deutlich länger) das sind natürlich lange keine 9 Jahre (glaub sogar 10 Jahre alte Beiträge von dir schon gelesen zu haben) tut aber auch nix zur sache.... Nein ich konnte hier noch keine Geheimtipps offenbaren fand Milliarden als ich die mal live gesehen habe eigentlich ziemlich gut als deren Album dann rauskam wurden die aber hier zerrissen (rio reiser ähnlich zu sein kommt halt nie gut an) bin eher der Nutznießer (Degenhardt, Prezident, Moderat, Kiwanuka, Sohn, Pain of Salvation, Diana Krall, Rotten Monkey) dieses Marked for Death Album find ich auch unglaublich (hey übereinstimmung) auch die Meilensteinrubrik hat mir etliche alte Perlen nahegebracht auf die ich sonst nie gekommen wäre (köln Concert, kate Bush, Tool uvm.)...meine Präsenz hier bezieht sich also mitnichten nur aufs Trollen bzw. sich über Trolle aufregen... Du hast natürlich recht wenn du sagst das man nicht die Torte anhand eines einzelnen Stücks bewerten soll aus diesem Grund entschuldige ich mich auch bei dir! Hmmm... War wohl leicht aggro gestern... Mein Kommentar dir gegenüber war anmaßend und damit nicht in Ordnung! Ps. Euer Seriengeschmack ist exquisit aber schaut niemand Shameless? (US Version) die wird von Staffel zu Staffel besser Emmy Rossum natürlich absolute Hammerbraut!... HA und dabei fällt mir auf das ihr Album gar nicht besprochen wurde (20er Jahre Cover hauptsächlich)
nikolas äh niko_laus oder doch Sancho? die siebte Staffel war ja hauptsächlich auf Lip konzentriert. Hoffe die achte ist die letzte. Deutsche Synchro ist Müll im Quadrat. Schaue das nur im O-Ton. Emmy Rosum sieht tatsächlich gut aus, als Schauspielerin ist sie eher mau. Und ihre Musik interessiert doch nun wirklich niemanden.
So geht's mir mit walking dead hoffe die achte ist die letzte Shameless darf meinetwegen gerne noch lange laufen.. Emmys schauspielerische Leistung ist auch so schlecht nicht das problem ist nur das alle aus ihrer serienfamilie noch besser spielen... Ich gebe zu Ihre musik ein bißchen (sagen wir) voreingenommen gehört zu haben zur oton Thematik da halte ich es wie bei Breaking Bad und warte bis die Serie vorbei ist und schau mir dann alles nochmal auf englisch an
Was irgendwie komplett an mir vorbei gelaufen ist sind die sopranos... Ist die wirklich so gut? Und für die Science Fiction Nerds (gehör ich auch dazu) hat jemand die Halbdoku Mars von National Geographic gesehen? Sind nur 6 Folgen danach fragt man sich wer zum Teufel nochmal dieser Matt Damon ist! Westworld sollte das mit der zweiten Staffel bleiben lassen ab jetzt kann es nur abwärts gehen.
"The Walking Dead" hat in diesem ehrwürdigen Faden nichts verloren, die Serie war von Anfang an sackdämlich und ist nicht mehr als GZSZ mit (echten) Zombies. Grenzt an Selbstgeißelung.
Handlung: Oh, da sind Zombies. Mist, es hat einen von uns erwischt. Wir gehen woanders hin. Repeat.
Executive producer David Alpert said in 2014 that the original comics have given them enough ideas for Rick Grimes and company over the next seven years. "I happen to love working from source material, specifically because we have a pretty good idea of what Season 10 is gonna be", Alpert said. "We know where seasons 11 and 12 [will be]... we have benchmarks and milestones for those seasons if we're lucky enough to get there."[29]
Und ich unterschreibe PAs Kommentar.
Warum sollte Westworld nach der ersten Staffel aufhören? Die Serie hat so viel Potential, das wär dumm das nicht zu nutzen.
Und was die Halbdoku angeht: Ich würd sie nicht nochmal gucken.
Schau dir lieber Carl Sagans Cosmos an. Aber das ist wahrscheinlich nichts für dich.
+2 für Sopranos, Shameless (US) habe ich nach der fünften mal pausiert, das zerlief mir da schon zu sehr. Ms. Rossum -da stimme ich mit den meisten hier überein- leider nicht viel mehr als "schmückendes Beiwerk" (sorry, @Dogma!), Serie steht und fällt mit der schauspielerischen Leistung von William H. Macy, Deutsche Synchro wie von moody erwähnt gewohnt unterirdisch.
-2 für Walking Dead, bin da (und E. im Geiste) voll beim space monkey...
+1 für Sagan's Cosmos, deGrasse Tyson hat ihn m.E. viel zu seicht fortgeführt, den fand ich zu Zeiten von "The Universe" deutlich stärker.
Ach, und Sneaky Pete konnte mich trotz fulminantem Cranston-Auftritt zum Ende der ersten Folge noch nicht wirklich mitreißen, obwohl ich den Hauptdarsteller schon zu seinen ersten Auftritten als Jugendlicher bspw. in der original X-Files Serie schon interessant fand - aber da lasse ich mich ebenfalls gern von deiner Ansicht überzeugen...
...und wie von baude erwähnt bleibt Christian Ulmen auch weiterhin Deutschlands größtes TV-Talent, auch wenn die Messlatte hier so tief hängt wie eh und je.
...womit wir wieder beim Schweighöfer und seinen wirklich ausnehmend dämlichen Vergleichen von seinem Amazon-Scheiß zu dem von mir auch nicht über alle Maßen geschätzten "House of Cards" wären.
Wenn Ami-Politserie, dann "Veep", obwohl ich JLD zu Seinfeld-Zeiten ja schwer gehasst hab. Tiefer möchte ich in der Thematik auch gar nicht (mehr) graben, da ja auch die Macher (wie die von South Park) bereits eingestanden haben, dass eigentlich niemandem mehr was tragikomischeres einfällt, als der aktuelle Präsident allwöchentlich bietet.
Sagans cosmos und sopranos wird geschaut... Danke Zu Twd... ich bin nunmal böse auf dem comic hängengeblieben (ebenso bei preacher) und nun bin ich gespannt was denen da noch einfällt eigentlich sollte die Serie mit dem Tod Negans einfach aufhören befürchte aber sie nudeln es endgültig tot. Ob hat mich bis jetzt gar nicht gereizt hab da immer einen tanzenden Michael Jackson vor meinem geistigen Auge Better call Saul geht die Tage ja auch endlich weiter genug Stoff also für die nächsten Monate Ach ja ich wage mal einen Geheimtipp Gomorrha! (gab es schon als Film und natürlich als Buch)
Gomorrha ist in der Tat ziemlich gut und ein solider Schätzer dafür, dass dir die Sopranos ordentlich reinlaufen werden...
Aufgrund der vielen Erkenntnisse der Astronomie lohnt Sagan's Cosmos vor allem noch wegen der einfach erläuterten Grundkenntnisse, um modernere Entwicklungen mit drinnen zu haben, bringt's einiges, noch sowas wie "The Universe" parallel zu schauen, imo.
Ich hasse Christian Ulmen. Ich fand den immer schrecklich nervig und der einzige Film den ich mit Ulmen gesehen habe ist Herr Lehmann. Da lass ich mich auch nicht überzeugen. Auch wenn ich mich mit diesem Geständnis unbeliebt machen sollte.
Sneaky Pete hatte mich am Anfang auch nicht wirklich überzeugt, wurde aber mit jeder Folge besser und das Ende fand ich sehr gut. Cranston als Antagonist trägt durch seine Präsenz auch auch weiterhin den Plot oben. Habe auf die Schnelle allerdings kein überzeugendes Statement parat, da müsste ich noch ein wenig gründlicher drüber grübeln.
Falls noch nicht bekannt kann ich noch Bosch als Amazon Original empfehlen. Titus Oliver macht meiner Meinung nach einen guten Job.
Vielleicht noch Stranger Things? Ich fand die Kinder wirklich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die noch keine "etablierten" Schauspieler sind. Pluspunkte gab's für die D&D Referenzen und (auch hier wieder) Sagans Cosmos.
Muss das nochmal verdeutlichen, das klang offenbar zu wohlwollend:
Ulmen ist neben Kekilli und Walz (großartige Zusammenarbeit auch mit Altmeister Gilliam am Zero Theorem) die einzige Fresse (männlich/weiblich/larq) im deutschsprachigen Raum, die und deren Ideen ich nicht vollständig und auf alle Zeit satt habe.
Fuck, das hatte ich gar nicht mitbekommen mit der neuen Serie von Ulmen... könnte genau mein Ding(TM) sein, da großer Fan von 'Louie' (kann da Baude nur beipflichten, der hier genamedroppt und irgendwann an anderer Stelle schon gelobhudelt hat - ziemlich guter shit) und dem frühen Christian Ulmen. Aber wer hat denn schon Maxdome...
'Stranger Things' fand ich ziemlich gut, wobei ich rückblickend sagen muss, dass mich eher der Soundtrack und die ganze 80er-Ästhetik eingefangen hat als Handlung, Script, Acting und so.
Die US-'Shameless' hab ich aufgrund meines Mitguckmenschs übrigens tatsächlich in der deutschen Synchro geschaut - natürlich scheiße, aber wenn mans nicht anders gewohnt ist gehts
Ich werfe mal noch kurz 'BoJack Horseman' in den Ring - mein Serienfavorit aus den letzten Jahren. Durch die ersten Folgen der ersten Staffel muss man sich evtl. bisschen durchkämpfen, wird dann aber belohnt - die Serie wurde wohl absichtlich so konzipiert, dass sie von einem "besseren Family Guy mit anthropomorphen Tieren als Charakteren" mehr und mehr zu einer ziemlich düsteren (aber lustigen) Studie über vergängliches Startum, Depression und Selbstsabotage übergeht.
Jaja, ich weiß, Waltz spricht deutsch, ist aber Österreicher. Deswegen auch kein deutscher Schauspieler. Die Kekilli war doch Tyrions Nutttenfreundin? Sonst ist die mir unbekannt. Und mir auch egal. @Dafunk unter "Louie" kenn ich nur Louie CK's Sitcom. Mein Hass für Ulmen geht ungefähr so weit wie Torques Hass für alles Progressive.
Bojack ist okay, da ist mir Rick and Morty aber lieber.
wurde ja eigentlich alles sehenswerte genannt. kann noch fargo (1.staffel), true detectives, red oaks und den nerdtipp halt and catch fire beisteuern. ich persönlich fand ja auch agent carter nach einem etwas chessy geratenem einstieg recht sehenswert, mag aber aber auch der protagonistin geschuldet sein. auf jdf. könnt ich gift und galle kotzen, dass sie die serie nach nur zwei staffeln abgesetzt haben.
+1 für craze. goliath war gut, aber auch kein wunder, in der rolle des kaputten alkis hat er ja auch schon in bad santa brilliert (zumindest der erste teil, zweite ging so, da wurde mir teilweise zu dick aufgetragen).
Ich mag halt so diese Ambivalenz der Figur, einerseits kaputter Säufer, andererseit halt genialer Anwalt, der Alles wegbumst. Ist wie eine Mischung aus niko_laus und mir.
ein weiteres amazon-serien-highlight ist sicherlich auch - JEAN CLAUDE VAN JOHNSON.
da wird einem doch schon beim pressetext das höschen feucht:
"JEAN-CLAUDE VAN JOHNSON zeigt Martial Arts-Weltstar Jean-Claude van Damme als "Jean-Claude van Damme", ein Martial Arts-Weltstar mit einem Zweitleben als Undercover-Spezialagent, Deckname "Johnson". Eigentlich längst in Rente, bringt ihn eine Begegnung mit einer alten Liebe zurück ins Spiel."
@moody: Du meinst wahrscheinlich die Sitcom 'Lucky Louie', die nach einer Staffel abgesetzt wurde. 'Louie' ist auch von CK, aber keine Sitcom und besser.
Was TWD anbelangt, wird der Serie hier mMn nach Unrecht getan. Keine Ahnung, ob ausser mir und niko_laus noch jemand die Heftchen liest - bin seit der 1. Ausgabe dabei und habe teilweise viel Geld in variants investiert -, aber sowohl da als auch in der Serie geht es natuerlich um weitaus mehr als nur Zombies, sondern Gruppendynamik in Krisensituationen uvm. Ausserdem sind die Rollen DERARTIG perfekt besetzt, dass mir kaum eine andere Serie einfaellt, in der vong Schauspielern her alles so gut passt.
moody: Ich bin halb/halb, bilingual aufgewachsen und habe den Grossteil meiner Kindheit und Jugend in den USA verbracht, ja.
Ja Leude hallo. - Liebe Depechis! Ganz im Sinne dieses endgeilen Reviews: Die goldenen Achtziger sind nun mal vorbei. Get over it. Kein Wunder ist es dann doch, dass ihr eure dicken Poppos nicht mehr in die Lederklamotten von früher kriegt, in denen ihr 1983 noch zu "Just can't get enough" abgerockt seid.
Also spart uns doch bitte die Nostalgie. Depress Mood und Dave Gähn sind Dinosaurier. Nur noch Knochen.
So, habe das Album, seit es am 10.03 schon vor VÖ online war, nun jeden Tag mindestens einmal gehört, wobei ich ich nun etwas spezifischer werden kann. Vorweg mal zu dem Vorwurf, es gibt nichts experimentelles auf diesem Album: "Going Backwards" bricht komplett mit dem klassischen Songmuster, er besteht nur aus einem immer wieder variierten Refrain + Bridge, überlagert wird das Ganze dann von einem immer wieder kehrenden Instrumental-Refrain, der dem Song einen ganz eigenen Groove gibt. Bei "Cover me" werden die sonst klaren Grenzen eines Pop-Songs zwischen Strophe und Refrain ebenso fast aufgelöst, bis dann der ganze Song in ein reines Instrumentalstück mündet. "Eternal" besteht nur einer einzigen Strophe, die sich immer weiter in die Höhe schraubt, um dann auf dem höchsten Punkt ankommend zu enden. Bei "Poorman" ist ebenso keine klare Trennung mehr zwischen Strophe und Refrain wahrzunehmen. Generell werden immer wieder elektronische Passagen bei den meisten Songs strophen- und refrainartig eingesetzt, was besonders bei dem eben erwähnten "Poorman" und "Going Backwards" zutrifft. Die Sound unterstütz hier also nicht nur den Song, sondern hat eine ganz eigene Funktion als vollberechtigter Gegenpart zum Gesang. Das Wunderbare ist, dass die ganzen Brüche in der klassischen Songstruktur bei "Spirit" so organisch wirken. DM sind hier ganz klar auf den Spuren der kraftwerkschen Mensch-Maschine und noch nie oder besser gesagt schon lange ist ihnen das nicht mehr so gut auf Albumlänge gelungen: den Maschinen-Sound im Dienste des Songs einerseits zu bändigen und ihn aber auch gleichzeitig zu einem ebenbürtigen Partner, zu machen, der Passagen alleine trägt und gestaltet. Wundervoll bei "You Move" zu finden. Der Song löst sich immer wieder im Refrain von der Songstruktur und macht einen Exkurs in einen Dialog Mensch-Maschine: "I like the way you move (...)", dann antwortet der Maschinen-Sound, wobei der Sound in seiner Antwort variiert, so dass man wirklich den Eindruck hat, dass hier ein Mensch-Maschine-Dialog geführt wird. Dieses Prinzip zieht sich organisch durch das ganze Album. Letztlich gibt es für mich nicht einen Ausfall auf diesem Album, wobei jeder Song mit jedem Durchlauf wächst. Ich muss ehrlich sagen, ich war ich schon lange nicht mehr so von einem DM-Album angefixt.
Es wird wohl mal wieder ein Ölwechsel fällig, bei den Instrumenten von DM. Diese Maschine wird nicht wieder so richtig laufen wie damals, als die Jungens noch bei "Formel Eins" aufgetreten sind. Wir werden halt alle älter. 3/10
Mich erinnern die geifernden Depeche Mode Fans an das Lady Gaga Fanlager. Die versuchen auch jede neue "Katastrophe" ihres Idols, als ihr tollstes Album aller Zeiten zu verkaufen. Das wirkt dann schon lächerlich, da die Kluft zwischen Wunsch und Realität zu groß wurde. Eine Katastrophe ist dieses Album wohl nicht, aber langweilig und weit von richtig guter Musik entfernt. Sei es in Bezug auf den eigenen Musikkatalog, als auch im aktuellen Musikumfeld. Es fehlt tatsächlich das, was drauf steht: Spirit. Herr Schuh, sie haben recht. Leider.
Ja, Depeche Mode muss man nicht mögen. Das ist auch gut so. Mich stört auch nicht, dass Hr. Schuh kein Fan von DM ist. Mehr oder weniger zeigt die Rezension aber deutlich wo wir inzwischen gesellschaftlich angekommen sind: In einer Zeit in der jeder von sich selbst überzeugt ist, den Maßstab für andere definieren zu dürfen was gut und schlecht sei - und das auf Basis von Vergleichen. Zu wenig dies, zu wenig das, zu wenig Innovation, zu wenig Finesse, zu wenig Tiefe, zu wenig... Mit ein wenig Selbstbetrachtung wäre Hr. Schuh vielleicht auch aufgefallen, dass seine eigene Einstellung, seine mangelnde Objektivität exakt das darstellt was das Album inhaltlich an den Pranger stellt. So wie Schönheit im Auge des Betrachters liegt bleibt als Schluss eigentlich nur die Erkenntnis übrig: Eine überflüssige Kritik, ein überflüssiger Kritiker.
auch wenn ich mich wiederhole: wenn ich solch gequirlte scheisse von flennenden fanspackos lesen muss, die jedesmal aufs neueste fordern, die subjektive wahrgenommene lala ihres favs doch bitte objektiv zu bewerten, zieht sich regelmässig mein magen zusammen....
Schon Krass wie die Meinungen hier sich Spalten. Es ist halt keine Platte die man einmal Anhört und Beiseite legt. DM-Alben muss man Mehrmals hören und Verstehen Und wenn man sich diese Kunstwerke (Die Gesamten Alben) einverleibt hat Gehört man zu einem Kleinen Fankreis der die Musik zu schätzen weiss. An alle Anderen: Tut mir echt leid das ihr nicht zu diesen kleinen Kreis Gehört denn Wüsstet ihr wovon ich Rede. Bis dahin füttert euch mit den Heutigen Vergänglichen Chartmüll zu. Der Chartmüll der so Schnell Vergessen sein wird wie er Gekommen ist. Aber Depeche Mode Platten werden nie Vergessen werden weil jede Platte ein kleines Gesamtkunstwerk darstellt...man muss es nur Ergründen und sich fallen lassen....aber wenn man es nicht möchte Schreibt man halt Negative Rezis beim 1×Anhören. Sehr Traurig.
Ach bitte. Soll das jetzt ein "Ich habe den längeren"-Gelaber werden. Ich habe DM schon live auf der Black Celebration-Tour gesehen. Da warst Du - Deine orthographischen Bemühungen lassen den Schluss jedenfalls zu - wahrscheinlich noch nicht einmal geboren. Was hat das überhaupt mit der Beurteilung des Albums zu tun?
Das muss man dir fraglos lassen: derartig schamlos und beeindruckend ignorant stellt hier sonst keiner seine musikalische Eingeschraenkt- und Unaufgeschlossenheit zur Schau.
Jeder braucht ein Alleinstellungsmerkmal. Meines ist eben, dass ich mich nicht mit sinnlosem Müll aufhalte und Alles verachte wo keine Bitches gefickt und Steine gehandelt werden.
Warum macht eine Band wie DM ein solches Album? Einfach weil mans kann teicht bei der ansonsten üblichen Klasse unserer Lieblingsindiepopper als Erklärung nicht aus. Bei den zwei Sternen gehe ich voll mit: Einen für routinierte Popqualitäten und einen für solide Studioarbeit. Keine Sterne für künstlerischen Ideenreichtum oder gar Innovationsfreude. Vielleicht sollten die Herren von DM mehr reisen oder handwerklich Tätig sein... einfach mal in Würde altern und rechtzeitig das Licht ausmachen. Nicht jeder hat das Zeug zum Cohen. Danke Herr Schuh für die mutige Kritik!
Die Aufnahme dieses Albums hätten sich Martin, Dave und Andrew wirklich sparen können. Erst war ich nach "Where's The Revolution" positiv überrascht, aber das war nur ein Ausrutscher nach oben. Tendiere zwischen einem und zwei Sternen.
DM hätten sich eigentlich schon 2005/2006 auflösen müssen.
Na na ihr lieben LAUT Leute, ein bißchen mehr Respekt vor den "Altvorderen"! Hört doch nochmal rein, kommt schon, ist ein ganz gutes DM Album. Sicher, haben schon besseres gemacht, aber auch schon wesentlich schlechteres....
Dem neuen Kelly Family Album wurde von der laut.de Redaktion ein Stern mehr als „Spirit“ verliehen. Das sagt doch einiges über die redaktionellen Rezessionen auf laut.de aus. Aber eine gute Sache kann ich für mich durchaus folgern: Ich höre mir die Alben an, die von laut.de schlecht rezensiert werden. Noch was: Oftmals ist das mit den Bewertungen relativ persönlich geprägt. Und ich meine hier nicht den musikalischen Geschmack des Redakteurs, vielmehr die Frage danach ob er von Plattenlabeln, Konzertveranstaltern oder dem Künstler selber mit allen Gratiskarten und Promo-Materialien (hier sprechen wir nicht von Kugelschreibern) versorgt wurde und zu allen Wunsch-Pre-Listening- und Release-Partys eingeladen wurde. Zum Album: Reinhören, eigene Meinung bilden und das Album kommen lassen. Etliche Perlen gilt es zu entdecken. Die liegen nicht auf der Straße! Frohe Ostern und Vorsicht mit den Eiern!
Und deinen geistigen Dünnschiss musstest du unbedingt wiederholen, weil dir nach dem ersten Mal aufgefallen ist, dass da ja noch ne originelle Böhmermann-Line rein könnte?
Ich kann dieser Kritik an laut.de nur zustimmen! Hier wird pseudointellektuell, gepaart mit netten Wortspielchen und einem Höchstmaß an Selbstdarstellung (und weitaus weniger musikalischem Sachverstand, als uns die Herren Kritiker von laut.de so vorzugaukeln versuchen) rezensiert und mitunter zertrümmert, was eigentlich bruchfest wirkt oder sogar ist. Unterstrichen werden solche "Rezensionen" von den Fanboys dieser "Fachleute", die nahezu jegliche Gegenmeinung und beinahe jeden Kritik-Kritiker verbal fäkal, provokant und überheblich abfertigen, Sachlichkeit findet man hier selten. Und das erzeugt dann eben dieses Gesamtbild, dass laut.de in keinster Weise ein ernstzunehmender, fachlich kompetenter Vertreter in der Musik-Kritikerszene ist, sondern primär ein auf Pöbelei und Polemik getrimmtes Portal. Hier wird offenkundig in der Mittagspause noch wild auf dem angrenzenden Kinderspielplatz geschaukelt, nicht ohne vorher die Kinder von den Schaukeln geschubst zu haben.
Also ich lach mich ja teilweise kaputt beim Durchlesen der Reviews. Bin nicht immer derselben Meinung, aber hier stimme ich zu: langweiliger geht's nimmer. Bei den lahmarschigen Songs tu ich mir gar nicht die Mühe, das Album auf mich wirken zu lassen. Und das sagt einer, der seit 1985 zur Fangemeinde gehört. Schade. Also wieder aufs nächste Album warten und hoffen, dass es Erasure besser machen - das neue Album erscheint ja in Bälde.
Ein Album mit höchstens drei bis vier guten Liedern. Habe es nun schon oft genug gehört, mehr als zwei Sterne hat es aber einfach nicht verdient. Bei aller Liebe!
Ein Cover, das gleich klar Schiff macht: Uns ist alles egal. Und warum auch nicht? Die Welt ist 2017 schließlich genau so scheiße wie das Artwork. Globalisierungskrise, Abschottungstendenzen, Protektionismus, Migrationsängste: Weder Songwriter Martin Gore noch sein lernwilliger Ziehsohn Dave Gahan …
Nein.
Die Welt dreht sich stoisch im Takt der immerselben Melodieführung. Ein Akt der Gleichgültigkeit. Jede Tonfolge eine Dissonanz, die einem Spottlied auf Erfahrung und Weisheit gleichkommt. Statt feinfühliger Instrumente, immer nur großkalibrige Waffenmündungen mit dem Ziel unbändiger Zerstörungswut. Statt Erkenntnis und Verbrüderung, Machtgier und Unterwerfung. Ernüchternde Zustände, die dem Zeitgeist eine hässliche Fratze verleihen. Ein Szenario voll dystopischer Faszination, das die mattschwarze Bühne für Depeche Modes vierzehntes Studioalbum erbaut.
Mit an Bord der "Spirit" auf dem zu Eis erstarrten Weltmeer befindet sich der Brite James Ford (Simian Mobile Disco), Fachkraft für Electrosounds, neuer Produzent und gleichzeitig treibende Kraft hinter einem neuen Kapitel Bandgeschichte. Eckiger, wütender, ja unberechenbarer klangen Depeche Mode seit zwei Dekaden nicht. "Spirit" steht somit auch für das Innenleben einer alternden Band, die alles erreicht hat, sich jedoch neu beseelt fühlt. Das aufmüpfig romantische Individuum der Anfangszeit ist dem verzweifelten Aufschrei des Kollektivs gewichen. Zumindest zu Anfang des Albums.
"We Feel Nothing Inside" klagt Dave Gahan im majestätisch treibenden Opener "Going Backwards". Jeder technischer Errungenschaft folgt mentaler Zerfall, mechanisch prasseln die Drumkits auf das fragile Grundgerüst nieder und formen das Zerrbild einer steril gewordenen Welt, von Mikrochips und Maschinen dominiert. Menschen hausen in seelenlosen Betonburgen, frostige Orte von denen einst viel Wärme und Licht ausging.
Eine taumelnde Karawane anthrazitfarbener Häuserkerker formiert sich, in deren Mitte Gahan vehement eine Revolution herbeisehnt, ob fehlender Reaktion resigniert, ja sogar trotzig die schwerfällige Masse herausfordert ("Where's The Revolution"). Der Mittelteil folgt einer verträumt-hypnotischen Passage repetetiver Struktur. Der Hörer wird jedoch durch sich im Hintergrund stetig steigernde und scharf geschnittene Drumsets zurück in die surrende Realität zurückbefördert und bleibt der Lösung weiter fern.
Szenenwechsel.
Im diffus-orangenen Laternenschein lehnt Gahan an verwittertem Mauerwerk und sinniert zu gediegenen Tönen über Kontrollverlust und Schuldfragen ("The Worst Crime"), aufkeimendes Schlagzeugspiel bleibt in der Finsternis verhangen. Die Stille wird jäh durch technoid-eingefärbte Elektronikschübe durchbrochen. "Scum" setzt auf punktgenaue Aussteuerung, verzerrte Detailfragmente und eine überaus atmosphärische Architektur, die Dave in gewohnt lässiger Gangart durchschreitet.
Das folgende "You Move" zelebriert laszive Wallungen zu moderner Produktion, klirrend kaltem Tastenmotiv und einer nach dem düsteren Anfang des Albums beschwingten Grundstimmung, ohne den quarzitgrauen Nebelpalast zu verlassen. In diesen zieht sich Gahan in "Cover Me" sofort wieder zurück und hängt zu sanftem Ambientsound den Gedankengängen nach, die sich ab Mitte des Tracks in pulsierenden Synthwellen entladen, die die unmittelbare Umgebung überfluten, sich stromlinienförmig pumpend ausbreiten, um danach wieder zurück in die immerwährenden Schatten zu fließen. Für "Eternal", dem ersten Solo von Martin Gore pinselt das Soundbild gar dunkelste Farbtöne auf die ausgebreitete Leinwand. Auf dieser besingt Gore Vaterliebe in ihrer reinsten Form im Auge des radioaktiven Sturms, welcher sich auch akustisch an einer Stelle des Stücks in grollend-bissiger Ausführung andeutet, kurz die zarte Aura zu durchstoßen versucht, doch das Innere Momentum obsiegt für den Augenblick.
Zurück zu den dampfig warmen Uferlandschaften der Mississippiebenen des Vorgängers. Zu abendlicher Stimmung parkt Gahan die Delta Machine und stolziert im gleißenden Sonnenuntergang, untermalt von bluesy Taktraten mit allerlei Störgeräuschen garniert.
Eines der Highlight findet sich in "So Much Love". Es scheppert, kracht und vibriert im Hintergrund des dynamischen Tracks, während Gahan, bestens durch Gore unterstützt eine der markantesten Hooklines der letzten Alben abfeuert. Stolz und frei von allen Unterdrückungen zeigt der Song auch viele Grundelemente des modernen Depeche Mode Sounds, erwähnenswert sei hier das stimmige Twang-Gitarrenthema, das noch lange nachhallt und dem Akustikchaos eine temporäre Ordnung verleiht. "Poorman" übt sich in schonungsloser Kapitalismuskritik vor der Kulisse mächtiger Bassgebirge und pluckernder Elektronik mit Blues-Zitaten im Saitenspiel versehen.
Das einst lodernde Feuer. Erloschen. Orte an denen gemeinsame Erinnerungen beheimatet waren, verkommen zu schemenhaften Ruinen und der zweisame Weg erreicht seinen finalen Punkt, zugleich offenbart er den ungeschönten Blick auf ein Scherbenpuzzle und trotzdessen wird der entschlossene Schritt in die Zukunft gewagt. "No More (This is the Last Time)" ist ein emotional starkes Werk, voll melidiöser Momentaufnahmen samt eingängig austarierter Hook. Ein letzter wehmütiger Schwenk in die Vergangenheit zeigt sich im eingestreut funkelnden Klangbild, als Symbol sinnlicher Stunden.
"Oh we failed", berühmte letzte Worte Martin Gores.
Für den Abschluss kleidet Ford eine gore'sche Ballade in ein topmodernes Gewand. Soundtechnisch aktueller und doch so zeitlos klang Martin nie. Es glitzert, pocht und rattert, erlaubt sich eine leichte BoomBap-Ästhetik (die ihm verdammt gut steht), verliert jedoch nie den spacy Fokus auf eine ätherisch-hochtechnisierte Zukunftsvision und gleichzeitige Rückschau ("Fail"). Die letzten Momente sind luftiger Balsam nach all der Düsternis, die einen so wohlig in ihren soghaften Bann zog.
"Spirit" funktioniert auf Albumlänge prächtig, bündelt viele bewährte Stärken und forciert neue Elemente. Noch immer eine eigene, besondere Liga.
8/10
Schön, lyrisch und vor allem: es stimmt!
Beitrag wegen Überlänge gemeldet.
Dein ganz Kleiner hat das ausgeglichen. -> Kann nicht jeder so einen Großen haben!
props für "Mit an Bord der "Spirit" auf dem zu Eis erstarrten Weltmeer" & "die taumelnde Karawane".
du rennst mit deiner stilistisch immer mehr eigene formen annehmenden art bei mir offene türen ein. das mag auch daran liegen, dass wir beide diesen hang zur bildhaften sprache haben, der sich manchmal verselbständigt.
auf dem wege weitermachend, sind wir bald fort von "hi garrett" und hin zu "moin herr kollege". ich sehe alle voraussetzungen, dass du - bei noch ein wenig entwicklung und schliff - das zeug zum professionellen autor hast.
chappeau
Herzlichen Dank
WOT
tl;dr
Rabulist.
"das zeug zum professionellen autor hast."
Heutzutage kann ja ajeder seinen eigenen Blog starten. Also: Nur zu.
Er ist doch schon bei Onkel Meuri ganz aktiv, der kleine max.
"Viel hilft viel" gilt für's professionelle Schreiben -egal ob formell oder kreativ- weniger häufig als in den meisten anderen Lebenslagen, wenn larq mal von so was wie Traum- oder Traumatagebüchern absieht...
Das bildhafte in der Sprache ist in der Tat sehr oft gelungen, Garret, aber Reduktion ist in der Schriftstellerei eine spezielle, hohe Kunst (mit der ich mich besonders hier und ohne Lektorat selbst oft genug schwer tue, zugegeben).
"Wenn alles gesagt ist, und die Worte ausgehen, und die Reime und die Satzzeichen und das Meiste eine Wiederholung ist oder nichts bedeutet, muss jeder Satz eine Entscheidung sein. Und keinen Satz, kein Wort, nicht einmal ein Komma schreiben, nur um es zu schreiben! Es gibt keine Zeilen mehr, die so noch keiner geschrieben hat, also schreib sie wenigstens so, dass sie für dich selber notwendig sind[...]"
Ich sehe Talent und Potential für den Bereich Belletristik, insbesondere Prosa, Garret. Es fehlt: Reduktion, Routine, stellenweise roter Faden.
Aber bereits an dieser Stelle den "Ritterschlag" von jemandem anzunehmen, der einerseits Auszüge aus von der entsprechenden Fachkritik gelobten Belletristik als "sinnlose Selbstbeweihräucherung" geißelt und dabei andererseits selber nix publiziert außer seinen halbseitigen Meinungen zu neu erscheinender Musik auf einem Onlineportal, dies beraubt einen m.E. um den nötigen Ehrgeiz und Verbesserungswillen. Denn da ist natürlich noch viel Luft nach oben, die entweicht, sobald larq sich in der Ansicht einnistet, dass es "für laut.de ja bereits reicht".
"Überleg Dir's zweimal" sagte der Ghostwriter in mir, der schon viele Jahre seinen Teil zu meinem Lebensunterhalt beigetragen hatte. Oder lies halt nochmal den Kommentar von unregistered, respektive hilf weiter bei meuri aus, auch wenn ich persönlich denke, du könntest mehr als das - abhängig natürlich auch davon, wie sehr dich ein "strukturierter Alltag eines ordentlichen Bürgers" momentan im Griff hat und was das Schreiben für dich selbst bedeutet
"Aber bereits an dieser Stelle den "Ritterschlag" von jemandem anzunehmen, der einerseits Auszüge aus von der entsprechenden Fachkritik gelobten Belletristik als "sinnlose Selbstbeweihräucherung" geißelt und dabei andererseits selber nix publiziert außer seinen halbseitigen Meinungen zu neu erscheinender Musik auf einem Onlineportal..."
Shots fired.
Ich bin übrigens Autor für Grußkarten. Bereich "Romantik".
Du willst romantik? Ich ficke mit der Faust!
- Felix Sören, 2017
Woher weiss man eigentlich das der Anwalt nichts publiziert? Vielleicht veröffentlicht er nur unter einem Pseudonym (Graf Zahl?) in Nischenmedien wie z.B dem Zentralorgan der europäischen Fledermauszucht
Der war schon unfair... unter meinem Klar-/Geburtsnamen hab ich praktisch selber nix publiziert außer meiner Diplomarbeit und einem einmaligen Beitrag in der Rubrik "Vom Fachmann für Kenner" der Satirezeitschrift Titanic
ah, souli läd mal wieder ohne not (!) zum giftcocktail. wurde anscheinend viel gelernt seit dem letzten mal. aber weißte was, mein freund und torfstecher: ohne mich!
denn wenn schon in den ring, dann wenigstens ohne den rhethorischen giftschrank bewusst unwahrer oder fahrlässig ins blaue geredeter falschbehauptungen, die erkennbar nur der diskreditierung des gegenübers dienen.
zum einen habe ich das wort "selbstbeweihräucherung" meines wissens nie benutzt (ich mag das wort nicht) und habe für letztere bekanntermaßen auch viel übrig, sofern sie von substanz getragen wird. insofern ist das ein falschzitat.
und zum anderen findet man bei entsprechender recherche texte von mir in mindestens 3 anderen blättern - vom onlinekollektiv bis hin zu tageszeitungen. das gehört allerdings nicht in den laut.de-zusammenhang, weshalb es hier mithin nicht thema ist.
insofern lasse ich mich lieber von leuten anpinkeln, die wenigstens keinen böswillig-manipulativen quark erzählen und bei der wahrheit bleiben.
also mach gern allein weiter, wenn es der hygienefindung dient.
Direct hit confirmed.
*mööp*
Anwalt-Interviews sind auf Fler-Level. Jeder weiß das.
https://vimeo.com/109227383
P.S.: I bims Journalist (Leak)
lel
Der Anwalt hat ja Mal die übelste Fernsehstimme! Hat mich irgendwie direkt an Friedmann erinnert.
am hellichten tag die kerzen an xD
@Anwalt
Du hältst dich für Gottes federführende Hand, ich halte selbige halt hin und wieder gerne Mal unter den Scheffel von realitätsnäherem Lichteinfall.
Wer seine eigene Schreibe so dermaßen geil findet - Originalzitat von hier: "[...] sonst könnte ich es ja gleich lassen" - der muss auch gegen den Wind segeln können. In derlei Hinsicht sind wir uns nicht mal sonderlich unähnlich
deshalb moniere ich ja auch nicht, dass du mit mir spielen magst, sondern lediglich das falsche spiel.
die hauser/kienzle-nummer können wir durchaus abziehen. aber wenn du schon den vorteil hast, hier mit verdecktem visier zu segeln und ich ja schlecht - ohne arschloch zu sein - mit realer recherche kontern kann, erwarte ich zumindest echte zitate (wie jetzt. das stimmt!) und keine vorspiegelung falscher tatsachen, damit das bild besser passt.
ergo: mich stört nicht der antagonist, mich stört der gezinkte antagonist. da bin ich halt jurist, kann nicht aus meiner haut und eventuell etwas empfindlich.
deal?
Guter Beitrag, garret. Wörter in Hülle und Fülle vorhanden, und auch Satzzeichen kommen nicht zu kurz.
ungelesen schapppoh/5
@Anwalt
Bin ja praktisch schon zurück gerudert, noch bevor der Mechanismus seine volle Entwicklung hätte entfalten können und hab eingestanden, dass die "keine Publikation"-Nr. unfair war, bzw. mich auch selber in schwere Verlegenheit gebracht hätte, würde jetzt jemand Belege fordern...
Hast du das überlesen oder warum kam dennoch die volle Wirkung zur Entfaltung?
Möchte aber zu Bedenken geben: Der Glaube an eine gerechte Welt ist illusorisch und ein menschlich erdachtes Ideal-Konstrukt, die Annäherung an dieses Ideal auch in kollektiv sozialer und gelebter Mentalität nur marginal. Und man wächst an den Herausforderungen...
...aber wenn du unter der "Fair Play"-Prämisse das gegenseitige Kratzen an der selbstherrlichen Oberflächliche besser abkannst, sei's drum. Auch wenn ich da für uns eher so was wie "Augstein & Blome zu allem außer Politik" im Kopf gehabt hätte.
Deal. Hmpf.
oh ja, das hatte ich überlesen. das passiert mitunter. die optik des seitenaufbaus hier kommt meiner recht eingeschränkten optik nicht gerade zugute.
"augstein & blome" geht auch klar
und check mal die platte von "the underground youth". das könnte musikalisch und textlich echt deins sein, schätze ich.
@soulburn
Ich sehe das ganze entspannt, bleibe dennoch foked wie der Ultimate Warrior
@dafunk
so muss Feedback aussehen!!! Danke dir
auch an soulburn ein
Schon geschehen und in physischer Form unterwegs zu mir, nutze nur derzeit meine Anwesenheit mehr so für haltlosen Schabernack und sinnlose Scherereien statt zum Kommetieren dessen, was mir musikalisch gerade gut oder auch nicht so gut rein geht...
...wobei "stilles mitlesen und rein hören" sogar immer noch den zeitintensiveren Teil davon ausmacht
@Anwalt und The Underground Youth,
an alle anderen und die schweigende Mehrheit natürlich auch noch ein
Hört 'Sports' von Fufanu, erwerbt 'Sports' von Fufanu.
Ach Leute, könnt ihr euch vorstellen, das schreiben ob es gefällt oder halt nicht, einfach nur Spaß macht? Nö könnt ihr euch nicht, wie immer fällt euch nur Hass ein, Hasst euch doch weiter selbst, manche Idioten haben es ganz nach oben damit geschaft und erscheinen von Tag zu Tag immer lächerlicher. Siehe Trump das Tier!
Lächerlich?
< >
Belächelst den Trump nicht inzwischen?
Belächeln tu ich nicht Trump das Tier, sondern genussverzichtende Veganer. Ich bin sicher du kannst mir folgen.
btw, falls der Account E. nicht von souli himself betrieben wird... pfui.
Nö kann ich nicht und will ich auch gerade nicht! Danke für´s Verständnis.....
Wird er nicht, aber ich wusste ja, mit welchen z.T. Überfliegern ich den Anfangsbuchstaben ihres Rufnamen hier teile, da war/bin/bleibe ich abgehärtet genug für.
Dennoch danke für die aufmerksame Bemerkung @DaFunk
Fünününününününü... Da wurde jemand aufgrund seines Schreibstils gelobt... Fünününününününü... dabei will ich doch der schlaueste und beste hier sein.... Ich halte jetzt einfach die Luft solange an bis ich gewürdigt werde... Und außerdem stimmt es gar nicht das es Psychologen nur gibt weil ein richtiges Medizinstudium so scheisse schwer ist... Menno
Wenn mir die Blödeleien hier zu flach werden, kann ich immer ein paar ziemliche nette Insider-Tipps in Sachen Musik fallen lassen, die mindestens ein paar übliche Verdächtige zu verdammt passenden Assoziationen und damit wieder eigener und kollektiver musikalischer Horizonterweiterung bewegt...
...und welchen Mehrwert haben deine Beiträge hier so?
In diesem Zuge auch gleich nochmal danke an DaFunk und Fufanu. Wenn Austausch, dann ja meist auch noch unterhalb des musikjournalistischen Radars...
Hmmmm... Kommentar zu der Nominierung der Lochis, Bushido, Hinweis das noch keine Zeit für die Bewertung von Spirit war, Bushido, Kollegah gibt gerne Maulschellen und wieder Bushido... war jetzt nur mal schnell nachgeschaut... zwischendrin natürlich immer wieder die "ich bin so gebildet huldigt dies mit eurer Anerkennung Schiene" (manchmal durchaus lesenswert) und das war es dann im großen und ganzen... Natürlich ist dort ein Mehrwert zu erkennen es gibt ja viele verschiedene Ansatzweisen zur Bewertung eines solchen.
Um mal fair zu bleiben natürlich bist du einer der drei bis fünf Säulen in dieser Kommentarwelt trotzdem eine Pause könnte gut tun.
Scholdemolengangnunner
niko_laus ist der nächste Anwärter um in die Fußstapfen des altehrwürdigen Sancho zu treten!
Ja, genauso wenig Swag und die Wackness strömt aus jeder Pore. Hat sicher auch FW auf der Heckscheibe
Dir (niko_laus) ist schon bewusst, dass du in einer Gesellschaft lebst, in der Aufforderungen wie deine letzte üblicherweise zum Gegenteil des Erwünschten führen?
Nix für ungut, du bist hier seit einigen Wochen (schon mit deinem zweiten Account) und hast in einer meiner aktiveren Phasen hier mal keinen Kommentar mit einem (für dich passenden) Musiktip gefunden.
Ich poste hier seit fast 9 Jahren mehr oder minder regelmäßig als soulburn (Acc war zwischenzeitlich kurz abgemeldet, daher nicht am "dabei seit:" ersichtlich). Andere User schätzen an mir Entdeckungen wie Baroness, September Girls, Bilderbuch, Savages u.v.m..lange, bevor laut.de sich zu einer Berichterstattung erbarmte... Gleichzeitig lernte ich über diesen Austausch Acts wie Crystal Castles, Emma Ruth Rundle/Marriages, Whores. u.v.m. kennen.
Ich weiß ja nicht wie's dir so geht, ich hingegen lasse mich bei der Betrachtung eines einzelnen Kuchenstücks eher selten zu Aussagen hinsichtlich der dazugehörigen Torte hinreißen.
An mir schätzen User vor allem meine erotische Ausstrahlung und die Aura der Gefahr, die meine Postings umgibt.
Dabei verschweigt er, dass er bisher als einziger hier 2 Jahre hintereinander ungewollt den Baude-Award für "User des Jahres" bekommen hat!
Doc Souli, du bist doch als "einer (sic) der drei bis fünf Säulen in dieser Kommentarwelt" bezeichnet worden. Weshalb bist du trotzdem salziger als Ulf nach einer Metallica Rezension?
...u.a. evtl., weil ich in der ersten Urlaubswoche bin, MEA offensichtlich richtig scheiße geworden ist und der ping meiner 200mbit-Kabelverbindung suckt?
Das sind natürlich alles wirklich relevante und traurige Beweggründe.
First world problems. FIRST WORLD PROBLEMS EVERYWHERE!
Dieser Kommentar wurde vor 7 Jahren durch den Autor entfernt.
aber doch net etwa wegen me4 urlaub genommen, oder?
falls der hate unerträglich wird, gönn dir pause und guck mal die serie "narcos", wird dich aufmuntern.
@dHvW
Doch u.a. auch deswegen (fliege aber ab SO noch paar Tage ins Ausland, damit der niko_laus Ruhe hat), bin ME-Fanboy seit der ersten Stunde... All das, was KotOR hätte sein können, all das, was Star Wars generell nie in der Videospielwelt war - und so viel mehr (bis zur Übernahme durch EA)...
Danke für den Tip, aber "Narcos" habe ich bereits während meines letzten längeren Urlaubs Ende letzten Jahres verschlungen. Hat nur wieder alte Auswanderer-Phantasien gen Südamerika beflügelt.
In letzter Zeit glänzt Netflix erstmals auch durch kleinere, selbst produzierteIndie-Spielfilme, wie den hier weiter oben schon mit einer Referenz bedachten Grußkartenautorenfilm mit Bob Odenkirk oder auch "Fremd in der Welt" mit u.a. Elijah Wood
Ich persönlich fand den Odenkirk-Film eher durchschnittlich und "Fremd in der Welt" (furchtbarer deutscher Titel imo) ganz nett, aber nicht mehr. Lohnt sich eigentlich nur wegen Elijah Wood.
Ich suchte gerade "Westworld" und lese sonst eigentlich nur. Vor allem Charles Willeford.
Westworld, ja? Erster von mir ernst genommener Tip in die Richtung, danke.
Bzgl. lesen hat E. ne ordentliche bucket list hinterlassen, die ebenfalls sehr rückwärtsgewandt ist und mit Dahl, Shaw, Thompson, Burroughs, Bukowski und Tucholsky noch ein üppig bestücktes Lesejahr für mich bereit hält...
Kürzlich hab ich noch Zusaks "The Messenger" durch bekommen, das kann und will ich hier auch empfehlen.
Damit machst du natürlich auch nichts falsch, Thompson ist glaube ich der einzige Autor, von dem ich alles gelesen habe.
Und ja, "Westworld" ist über jeden Zweifel erhaben, auch wenn es wohl kaum GoT als HBO-Zugpferd ersetzen kann - dafür ist die Serie viel zu komplex.
Ist ja bei HBO oft so, dass 90% der Zuschauer komplett überfordert sind, siehe The Wire, Deadwood etc...
Das war ja mal deren Markenzeichen: Anspruchsvoller Content ohne Rücksicht auf Verluste. Man hat die Serien nahezu komplett in die Hände der Autoren gelegt und heraus kamen dabei ungewöhnliche Storylines und die großartigsten Dialoge in der Geschichte der Fernsehserie. Diese Nische sollte man nach dem GoT-Ausflug jetzt auch wieder besetzen, den Rest decken Netflix und Amazon sowieso nämlich zur Genüge ab. Von daher ist "Westworld" schon ein Schritt in die richtige Richtung.
Schade ist dann halt nur, wenn Serien aufgrund von niedriger Einschaltquote (zu früh) eingestellt werden, wie bei Obigen geschehen.
Gebe dem Affen da ein Zückerchen: Westworld ist neben Mr. Robot die einzige (neue) Serie gewesen, die letztes Jahr mein Interesse wecken konnte. Folge 1 begeisterte mich durch wohl gesetzte Shakespeare Zitate, nach Folge 2 und 3 fast rage quit (fand die beide recht beschissen as in: todeslangweilig), doch danach dann steil weiter. Kann ich also empfehlen.
Solchen Zucker schmecke ich ebenfalls gern, da auch für mich Mr. Robot letztes Jahr die größte Neuentdeckung auf dem Serien-Sektor war...
Schaut euch mal den deutschen 'Who Am I' an, dann ueberdenkt ihr eure Einstellung zu 'Mr. Robot' hoffentlich nochmal.
hat eigentlich wer die neue schweighöfer serie länger als ein folge durchgehalten ?
Hm, findest du den so gut? Habe ihn nicht gesehen, da die Thematik für mich schwer zu ertragen ist. Bin zwar selbst kein Hacker, aber war in meiner Jugend doch verhältnismäßig nah dran an der Entstehung solcher Internetkollektive und bekomme da gerne wahlweise Fremdschämattacken oder kleine Wutausbrüche, wenn das Fernsehen/der Film sich des Sujets (m.E. zu 99% nicht authentisch) annimmt...
Ich fand ihn sehr gut, ja, aber darum ging es mir nicht. Ich wollte darauf hinaus, dass die Macher von 'Mr. Robot' sich nicht unwesentlich an dem Film bedient, teilweise ganze Kameraeinstellungen uebernommen haben. Der Hauptcharakter traegt eine ikonische Kapuze usw. Ich fand es schon sehr dreist.
Das, was mundi sagt (habe einen Cousin, der da mal paar Jahre versierter war als der Durchschnitt), plus die Abstracts zu Filmen/Serien auf den deutschen Netflix-/Amazon-Portalen finde ich immer so furchtbar abschreckend, da fehlt mir inzwischen der Austausch wie hier, der so über Kumpel- und erweiterte Bekanntenkreise via Mund-zu-Mund-Propaganda lief, damit ich begreife, dass das alles nicht so furchtbar ist, wie es dort beschrieben wird...
...aber wenn baude schon mal Tips auspackt, trifft er auch häufig meinen persönlichen Mediengeschmack.
Eine meiner Lieblings-HBO-Serien ist übrigens immer noch "Oz", auch wenn das nun mit der Thematik nicht sonderlich viel zu tun hat.
...und das Mr. Robot sich auf sämtlichen Ebenen wie Technik, Atmosphäre, Story und Inszenierung mit Plottwists sehr auf etablierte Medien ähnlicher Thematik stützt, ist ja hier schon diskutiert worden, finde den Mix der Element aber sehr gelungen...
...vergleichbar vielleicht mit ner Platte wie "Lektion #3" von Den Sorte Skole, wo ausschließlich aus bereits bekanntem etwas völlig neues und qualitativ ebenfalls hervorragendes zusammenzustellen...
Wenn wir schon dabei sind: Hat jemand Sorrentinos "The Young Pope" gesehen? Fand den Trailer damals mehr als ansprechend, habs dann aber aus den Augen verloren.
@Souli: Baroness wurden, wie ich mich entsinne von einer anderen (weiblichen?) Posterin hier eingeführt, oder warst du noch unter anderem Pseudonym unterwegs?
Lü Lü Lü Lü Lü Lü Lü Lü....
Ich muss mir unbedingt ash vs evil dead angucken. Es lebe Bruce Campbell!!!
Hmpf... die würde ich als Entdeckung ungern hergeben, aber da vertraue ich wohl mal auf deine Argusaugen.
Darf ich wenigstens den "First Mover"-Status für Baroness behalten?
Ist das jetzt scheisse, wenn ich sage, dass ich Baroness und all das Zeug auch schon so kannte? XD
Was 'Mr. Robot' anbelangt: Man kann sich das schon ansehen, Rami Malek ist auch wirklich gut und Christian Slater sieht man dieser Tage sowieso viel zu selten. Aber ich war halt schon irgendwie enttaeuscht, als mir auffiel, wie deutlich sich da anderweitig "Inspiration" geholt wurde.
Das ist aehnlich wie mit der neuen Serie vom Ulmen: der hat ganz offensichtlich haufenweise 'Louie' und 'Curb Your Enthusiasm' gebinget, aber man findet es dann trotzdem noch lustig.
"Eine meiner Lieblings-HBO-Serien ist übrigens immer noch "Oz", auch wenn das nun mit der Thematik nicht sonderlich viel zu tun hat."
Oz ist top!
J.K. Simmons
http://www.imdb.com/name/nm0799777/?ref_=t…
ist so ein geiles, mieses dreckschwein in der serie.
+1 für Westworld, Oz, Mr. Robot
@souli
Falls du's noch nicht kennst: Sneaky Pete. Wurde unter anderem von Bryan Cranston erschaffen und er hat darin auch eine relativ tragende Rolle. Klassiker sind eben sowas wie the sopranos oder the shield.
@Baude
Bist / Warst du nicht eh Ami oder hab ich da mit meiner Annahme etwa unrecht? Habe nämlich im Hinterkopf, das du mal erwähntest Muttersprachler zu sein. Hinzu kommt noch, das du wahrscheinlich älter bist als der Durchschnittsuser. In DE dauert(e) es meist immer ne Zeit bis amerikanische Bands hier ein wenig Bekanntheit erlangen. Für den US- Bereich würd ich Baroness sogar als Mainstream abtun.
Vielleicht war deine "musikalische Erziehung" auch einfach nur recht durchlässig?
@pa
Hatte Mundi bereits erwähnt.
J.K. Simmons war fast schon genial, Adebisi aber auch! Der Style war einfach legendär.
https://www.youtube.com/watch?v=vmD3vfudlDU
@Souli: Hätte Morphi nicht nur Sancho-Bookmarks und RAINEEEER zu bieten, könnte er uns bestimmt Gewissheit verschaffen.
Was Firstmovertum angeht bitte mit Lauti im Chat besprechen, hm? Danke.
Morpho sollte man nicht unterschätzen. Ich glaube, laut.de ist nur eine Simulation in seinem Gehirn, die versehentlich online ging.
@souli 6 oder 7 Monate dürften es schon sein in denen ich hier mitschreibe (lesen deutlich länger) das sind natürlich lange keine 9 Jahre (glaub sogar 10 Jahre alte Beiträge von dir schon gelesen zu haben) tut aber auch nix zur sache....
Nein ich konnte hier noch keine Geheimtipps offenbaren fand Milliarden als ich die mal live gesehen habe eigentlich ziemlich gut als deren Album dann rauskam wurden die aber hier zerrissen (rio reiser ähnlich zu sein kommt halt nie gut an) bin eher der Nutznießer (Degenhardt, Prezident, Moderat, Kiwanuka, Sohn, Pain of Salvation, Diana Krall, Rotten Monkey) dieses Marked for Death Album find ich auch unglaublich (hey übereinstimmung) auch die Meilensteinrubrik hat mir etliche alte Perlen nahegebracht auf die ich sonst nie gekommen wäre (köln Concert, kate Bush, Tool uvm.)...meine Präsenz hier bezieht sich also mitnichten nur aufs Trollen bzw. sich über Trolle aufregen...
Du hast natürlich recht wenn du sagst das man nicht die Torte anhand eines einzelnen Stücks bewerten soll aus diesem Grund entschuldige ich mich auch bei dir! Hmmm... War wohl leicht aggro gestern... Mein Kommentar dir gegenüber war anmaßend und damit nicht in Ordnung!
Ps. Euer Seriengeschmack ist exquisit aber schaut niemand Shameless? (US Version) die wird von Staffel zu Staffel besser Emmy Rossum natürlich absolute Hammerbraut!... HA und dabei fällt mir auf das ihr Album gar nicht besprochen wurde (20er Jahre Cover hauptsächlich)
nikolas äh niko_laus oder doch Sancho?
die siebte Staffel war ja hauptsächlich auf Lip konzentriert. Hoffe die achte ist die letzte.
Deutsche Synchro ist Müll im Quadrat. Schaue das nur im O-Ton.
Emmy Rosum sieht tatsächlich gut aus, als Schauspielerin ist sie eher mau. Und ihre Musik interessiert doch nun wirklich niemanden.
So geht's mir mit walking dead hoffe die achte ist die letzte Shameless darf meinetwegen gerne noch lange laufen.. Emmys schauspielerische Leistung ist auch so schlecht nicht das problem ist nur das alle aus ihrer serienfamilie noch besser spielen... Ich gebe zu Ihre musik ein bißchen (sagen wir) voreingenommen gehört zu haben zur oton Thematik da halte ich es wie bei Breaking Bad und warte bis die Serie vorbei ist und schau mir dann alles nochmal auf englisch an
Was irgendwie komplett an mir vorbei gelaufen ist sind die sopranos... Ist die wirklich so gut? Und für die Science Fiction Nerds (gehör ich auch dazu) hat jemand die Halbdoku Mars von National Geographic gesehen? Sind nur 6 Folgen danach fragt man sich wer zum Teufel nochmal dieser Matt Damon ist! Westworld sollte das mit der zweiten Staffel bleiben lassen ab jetzt kann es nur abwärts gehen.
"The Walking Dead" hat in diesem ehrwürdigen Faden nichts verloren, die Serie war von Anfang an sackdämlich und ist nicht mehr als GZSZ mit (echten) Zombies. Grenzt an Selbstgeißelung.
Handlung: Oh, da sind Zombies. Mist, es hat einen von uns erwischt. Wir gehen woanders hin. Repeat.
Die hölzernen Dialoge einer Staffel von "The Walking Dead" reichen angeblich aus, um ganz Texas mit Veranden und Schaukelstühlen zuzuscheißen.
"Was irgendwie komplett an mir vorbei gelaufen ist sind die sopranos... Ist die wirklich so gut?"
ja
oz/sopranos/the wire liegen qualitativ auf einer höhe.
Bezüglich TWD Season 8 als letzte Staffel.
Executive producer David Alpert said in 2014 that the original comics have given them enough ideas for Rick Grimes and company over the next seven years. "I happen to love working from source material, specifically because we have a pretty good idea of what Season 10 is gonna be", Alpert said. "We know where seasons 11 and 12 [will be]... we have benchmarks and milestones for those seasons if we're lucky enough to get there."[29]
Und ich unterschreibe PAs Kommentar.
Warum sollte Westworld nach der ersten Staffel aufhören? Die Serie hat so viel Potential, das wär dumm das nicht zu nutzen.
Und was die Halbdoku angeht: Ich würd sie nicht nochmal gucken.
Schau dir lieber Carl Sagans Cosmos an. Aber das ist wahrscheinlich nichts für dich.
+2 für Sopranos, Shameless (US) habe ich nach der fünften mal pausiert, das zerlief mir da schon zu sehr. Ms. Rossum -da stimme ich mit den meisten hier überein- leider nicht viel mehr als "schmückendes Beiwerk" (sorry, @Dogma!), Serie steht und fällt mit der schauspielerischen Leistung von William H. Macy, Deutsche Synchro wie von moody erwähnt gewohnt unterirdisch.
-2 für Walking Dead, bin da (und E. im Geiste) voll beim space monkey...
+1 für Sagan's Cosmos, deGrasse Tyson hat ihn m.E. viel zu seicht fortgeführt, den fand ich zu Zeiten von "The Universe" deutlich stärker.
Ach, und Sneaky Pete konnte mich trotz fulminantem Cranston-Auftritt zum Ende der ersten Folge noch nicht wirklich mitreißen, obwohl ich den Hauptdarsteller schon zu seinen ersten Auftritten als Jugendlicher bspw. in der original X-Files Serie schon interessant fand - aber da lasse ich mich ebenfalls gern von deiner Ansicht überzeugen...
...und wie von baude erwähnt bleibt Christian Ulmen auch weiterhin Deutschlands größtes TV-Talent, auch wenn die Messlatte hier so tief hängt wie eh und je.
...womit wir wieder beim Schweighöfer und seinen wirklich ausnehmend dämlichen Vergleichen von seinem Amazon-Scheiß zu dem von mir auch nicht über alle Maßen geschätzten "House of Cards" wären.
Wenn Ami-Politserie, dann "Veep", obwohl ich JLD zu Seinfeld-Zeiten ja schwer gehasst hab. Tiefer möchte ich in der Thematik auch gar nicht (mehr) graben, da ja auch die Macher (wie die von South Park) bereits eingestanden haben, dass eigentlich niemandem mehr was tragikomischeres einfällt, als der aktuelle Präsident allwöchentlich bietet.
Sagans cosmos und sopranos wird geschaut... Danke
Zu Twd... ich bin nunmal böse auf dem comic hängengeblieben (ebenso bei preacher) und nun bin ich gespannt was denen da noch einfällt eigentlich sollte die Serie mit dem Tod Negans einfach aufhören befürchte aber sie nudeln es endgültig tot.
Ob hat mich bis jetzt gar nicht gereizt hab da immer einen tanzenden Michael Jackson vor meinem geistigen Auge
Better call Saul geht die Tage ja auch endlich weiter genug Stoff also für die nächsten Monate
Ach ja ich wage mal einen Geheimtipp Gomorrha! (gab es schon als Film und natürlich als Buch)
Oz natürlich nicht ob
Gomorrha ist in der Tat ziemlich gut und ein solider Schätzer dafür, dass dir die Sopranos ordentlich reinlaufen werden...
Aufgrund der vielen Erkenntnisse der Astronomie lohnt Sagan's Cosmos vor allem noch wegen der einfach erläuterten Grundkenntnisse, um modernere Entwicklungen mit drinnen zu haben, bringt's einiges, noch sowas wie "The Universe" parallel zu schauen, imo.
Ich hasse Christian Ulmen. Ich fand den immer schrecklich nervig und der einzige Film den ich mit Ulmen gesehen habe ist Herr Lehmann. Da lass ich mich auch nicht überzeugen. Auch wenn ich mich mit diesem Geständnis unbeliebt machen sollte.
Sneaky Pete hatte mich am Anfang auch nicht wirklich überzeugt, wurde aber mit jeder Folge besser und das Ende fand ich sehr gut. Cranston als Antagonist trägt durch seine Präsenz auch auch weiterhin den Plot oben. Habe auf die Schnelle allerdings kein überzeugendes Statement parat, da müsste ich noch ein wenig gründlicher drüber grübeln.
Falls noch nicht bekannt kann ich noch Bosch als Amazon Original empfehlen. Titus Oliver macht meiner Meinung nach einen guten Job.
Vielleicht noch Stranger Things? Ich fand die Kinder wirklich beeindruckend, wenn man bedenkt, dass die noch keine "etablierten" Schauspieler sind. Pluspunkte gab's für die D&D Referenzen und (auch hier wieder) Sagans Cosmos.
Muss das nochmal verdeutlichen, das klang offenbar zu wohlwollend:
Ulmen ist neben Kekilli und Walz (großartige Zusammenarbeit auch mit Altmeister Gilliam am Zero Theorem) die einzige Fresse (männlich/weiblich/larq) im deutschsprachigen Raum, die und deren Ideen ich nicht vollständig und auf alle Zeit satt habe.
Mochte Ulmen nur bei MTV/Mein neuer Freund.
https://www.youtube.com/watch?v=9yh5_rD9YU…
Fuck, das hatte ich gar nicht mitbekommen mit der neuen Serie von Ulmen... könnte genau mein Ding(TM) sein, da großer Fan von 'Louie' (kann da Baude nur beipflichten, der hier genamedroppt und irgendwann an anderer Stelle schon gelobhudelt hat - ziemlich guter shit) und dem frühen Christian Ulmen. Aber wer hat denn schon Maxdome...
'Stranger Things' fand ich ziemlich gut, wobei ich rückblickend sagen muss, dass mich eher der Soundtrack und die ganze 80er-Ästhetik eingefangen hat als Handlung, Script, Acting und so.
Die US-'Shameless' hab ich aufgrund meines Mitguckmenschs übrigens tatsächlich in der deutschen Synchro geschaut - natürlich scheiße, aber wenn mans nicht anders gewohnt ist gehts
Ich werfe mal noch kurz 'BoJack Horseman' in den Ring - mein Serienfavorit aus den letzten Jahren. Durch die ersten Folgen der ersten Staffel muss man sich evtl. bisschen durchkämpfen, wird dann aber belohnt - die Serie wurde wohl absichtlich so konzipiert, dass sie von einem "besseren Family Guy mit anthropomorphen Tieren als Charakteren" mehr und mehr zu einer ziemlich düsteren (aber lustigen) Studie über vergängliches Startum, Depression und Selbstsabotage übergeht.
@mundi: Unter Ulmen war auch toll
https://www.youtube.com/watch?v=o-WzAYVgkpM
Jaja, ich weiß, Waltz spricht deutsch, ist aber Österreicher. Deswegen auch kein deutscher Schauspieler. Die Kekilli war doch Tyrions Nutttenfreundin? Sonst ist die mir unbekannt. Und mir auch egal.
@Dafunk unter "Louie" kenn ich nur Louie CK's Sitcom.
Mein Hass für Ulmen geht ungefähr so weit wie Torques Hass für alles Progressive.
Bojack ist okay, da ist mir Rick and Morty aber lieber.
Bojack extraklasse family guy und American dad auch nie wirklich verkehrt und ohne south Park sterbe ich
Wenn das ganze jetzt schon so romantische Züge annimmt, dann empfehlt mir gehetztem doch bitte auch ne spannende Serie
Bin auf diesem Terrain weniger auf dem Laufendem
Pro Bojack!
"...Kekilli...die einzige Fresse ... die...ich nicht vollständig und auf alle Zeit satt habe."
Doc Souli schaut bestimmt immernoch ihre ersten Filmchen, wie sie von Schnauzbartträgern hart penetriert wird.
Hat eigtl einer von euch Knilchen "Goliath" gesehen?
Fand ich auch noch ziemlich nice, BBT als Alk-Wrack ist einfach schön.
wurde ja eigentlich alles sehenswerte genannt.
kann noch fargo (1.staffel), true detectives, red oaks und den nerdtipp halt and catch fire beisteuern.
ich persönlich fand ja auch agent carter nach einem etwas chessy geratenem einstieg recht sehenswert, mag aber aber auch der protagonistin geschuldet sein. auf jdf. könnt ich gift und galle kotzen, dass sie die serie nach nur zwei staffeln abgesetzt haben.
+1 für craze.
goliath war gut, aber auch kein wunder, in der rolle des kaputten alkis hat er ja auch schon in bad santa brilliert (zumindest der erste teil, zweite ging so, da wurde mir teilweise zu dick aufgetragen).
Ich mag halt so diese Ambivalenz der Figur, einerseits kaputter Säufer, andererseit halt genialer Anwalt, der Alles wegbumst.
Ist wie eine Mischung aus niko_laus und mir.
Für ein jura Studium hat es bei mir nicht gereicht.
Drück dir die Daumen das es mit dem trocken werden endlich bei dir klappt
Vorhersehbar und ziemlich einfallslos...du solltest Dich löschen.
Stimmt war wirklich vorhersehbar das kann ich besser
War halt auch wirklich sehr unglaubwürdig...Niemand hier würde dir Baumschüler was Anderes als McDonals Burgerbrater abkaufen...
Auch das ist ein ehrenwerter Beruf
ein weiteres amazon-serien-highlight ist sicherlich auch - JEAN CLAUDE VAN JOHNSON.
da wird einem doch schon beim pressetext das höschen feucht:
"JEAN-CLAUDE VAN JOHNSON zeigt Martial Arts-Weltstar Jean-Claude van Damme als "Jean-Claude van Damme", ein Martial Arts-Weltstar mit einem Zweitleben als Undercover-Spezialagent, Deckname "Johnson". Eigentlich längst in Rente, bringt ihn eine Begegnung mit einer alten Liebe zurück ins Spiel."
:^)
@moody: Du meinst wahrscheinlich die Sitcom 'Lucky Louie', die nach einer Staffel abgesetzt wurde. 'Louie' ist auch von CK, aber keine Sitcom und besser.
@dafunk
Ich werd alt. Aber ja,Louie ist besser.
+1 an Craze für Goliath.
Was TWD anbelangt, wird der Serie hier mMn nach Unrecht getan. Keine Ahnung, ob ausser mir und niko_laus noch jemand die Heftchen liest - bin seit der 1. Ausgabe dabei und habe teilweise viel Geld in variants investiert -, aber sowohl da als auch in der Serie geht es natuerlich um weitaus mehr als nur Zombies, sondern Gruppendynamik in Krisensituationen uvm. Ausserdem sind die Rollen DERARTIG perfekt besetzt, dass mir kaum eine andere Serie einfaellt, in der vong Schauspielern her alles so gut passt.
moody: Ich bin halb/halb, bilingual aufgewachsen und habe den Grossteil meiner Kindheit und Jugend in den USA verbracht, ja.
Naja aus den Socken haut's einen nicht, aber besser anzuhören als Delta Machine ist es allemal.
Was kein Kunststück an sich darstellt.
So wie "kann besser tanzen als Michael Jackson"?
Ja Leude hallo. - Liebe Depechis!
Ganz im Sinne dieses endgeilen Reviews: Die goldenen Achtziger sind nun mal vorbei. Get over it.
Kein Wunder ist es dann doch, dass ihr eure dicken Poppos nicht mehr in die Lederklamotten von früher kriegt, in denen ihr 1983 noch zu "Just can't get enough" abgerockt seid.
Also spart uns doch bitte die Nostalgie. Depress Mood und Dave Gähn sind Dinosaurier. Nur noch Knochen.
So, habe das Album, seit es am 10.03 schon vor VÖ online war, nun jeden Tag mindestens einmal gehört, wobei ich ich nun etwas spezifischer werden kann.
Vorweg mal zu dem Vorwurf, es gibt nichts experimentelles auf diesem Album: "Going Backwards" bricht komplett mit dem klassischen Songmuster, er besteht nur aus einem immer wieder variierten Refrain + Bridge, überlagert wird das Ganze dann von einem immer wieder kehrenden Instrumental-Refrain, der dem Song einen ganz eigenen Groove gibt. Bei "Cover me" werden die sonst klaren Grenzen eines Pop-Songs zwischen Strophe und Refrain ebenso fast aufgelöst, bis dann der ganze Song in ein reines Instrumentalstück mündet. "Eternal" besteht nur einer einzigen Strophe, die sich immer weiter in die Höhe schraubt, um dann auf dem höchsten Punkt ankommend zu enden. Bei "Poorman" ist ebenso keine klare Trennung mehr zwischen Strophe und Refrain wahrzunehmen. Generell werden immer wieder elektronische Passagen bei den meisten Songs strophen- und refrainartig eingesetzt, was besonders bei dem eben erwähnten "Poorman" und "Going Backwards" zutrifft. Die Sound unterstütz hier also nicht nur den Song, sondern hat eine ganz eigene Funktion als vollberechtigter Gegenpart zum Gesang. Das Wunderbare ist, dass die ganzen Brüche in der klassischen Songstruktur bei "Spirit" so organisch wirken. DM sind hier ganz klar auf den Spuren der kraftwerkschen Mensch-Maschine und noch nie oder besser gesagt schon lange ist ihnen das nicht mehr so gut auf Albumlänge gelungen: den Maschinen-Sound im Dienste des Songs einerseits zu bändigen und ihn aber auch gleichzeitig zu einem ebenbürtigen Partner, zu machen, der Passagen alleine trägt und gestaltet. Wundervoll bei "You Move" zu finden. Der Song löst sich immer wieder im Refrain von der Songstruktur und macht einen Exkurs in einen Dialog Mensch-Maschine: "I like the way you move (...)", dann antwortet der Maschinen-Sound, wobei der Sound in seiner Antwort variiert, so dass man wirklich den Eindruck hat, dass hier ein Mensch-Maschine-Dialog geführt wird. Dieses Prinzip zieht sich organisch durch das ganze Album.
Letztlich gibt es für mich nicht einen Ausfall auf diesem Album, wobei jeder Song mit jedem Durchlauf wächst. Ich muss ehrlich sagen, ich war ich schon lange nicht mehr so von einem DM-Album angefixt.
Es wird wohl mal wieder ein Ölwechsel fällig, bei den Instrumenten von DM. Diese Maschine wird nicht wieder so richtig laufen wie damals, als die Jungens noch bei "Formel Eins" aufgetreten sind. Wir werden halt alle älter.
3/10
Mich erinnern die geifernden Depeche Mode Fans an das Lady Gaga Fanlager. Die versuchen auch jede neue "Katastrophe" ihres Idols, als ihr tollstes Album aller Zeiten zu verkaufen. Das wirkt dann schon lächerlich, da die Kluft zwischen Wunsch und Realität zu groß wurde. Eine Katastrophe ist dieses Album wohl nicht, aber langweilig und weit von richtig guter Musik entfernt. Sei es in Bezug auf den eigenen Musikkatalog, als auch im aktuellen Musikumfeld. Es fehlt tatsächlich das, was drauf steht: Spirit. Herr Schuh, sie haben recht. Leider.
Ja, Depeche Mode muss man nicht mögen. Das ist auch gut so. Mich stört auch nicht, dass Hr. Schuh kein Fan von DM ist.
Mehr oder weniger zeigt die Rezension aber deutlich wo wir inzwischen gesellschaftlich angekommen sind: In einer Zeit in der jeder von sich selbst überzeugt ist, den Maßstab für andere definieren zu dürfen was gut und schlecht sei - und das auf Basis von Vergleichen. Zu wenig dies, zu wenig das, zu wenig Innovation, zu wenig Finesse, zu wenig Tiefe, zu wenig...
Mit ein wenig Selbstbetrachtung wäre Hr. Schuh vielleicht auch aufgefallen, dass seine eigene Einstellung, seine mangelnde Objektivität exakt das darstellt was das Album inhaltlich an den Pranger stellt.
So wie Schönheit im Auge des Betrachters liegt bleibt als Schluss eigentlich nur die Erkenntnis übrig: Eine überflüssige Kritik, ein überflüssiger Kritiker.
auch wenn ich mich wiederhole: wenn ich solch gequirlte scheisse von flennenden fanspackos lesen muss, die jedesmal aufs neueste fordern, die subjektive wahrgenommene lala ihres favs doch bitte objektiv zu bewerten, zieht sich regelmässig mein magen zusammen....
...vor Allem bei so Müll wie DM.
...musste bei "dass Hr. Schuh kein Fan von DansM ist" lachend aussteigen.
Einer von DIESEN Fans ist er ganz sicher nicht, yoa!
*DM natürlich, hätte vorher fertig lachen sollen
< >
Schon Krass wie die Meinungen hier sich Spalten. Es ist halt keine Platte die man einmal Anhört und Beiseite legt. DM-Alben muss man Mehrmals hören und Verstehen Und wenn man sich diese Kunstwerke (Die Gesamten Alben) einverleibt hat Gehört man zu einem Kleinen Fankreis der die Musik zu schätzen weiss. An alle Anderen: Tut mir echt leid das ihr nicht zu diesen kleinen Kreis Gehört denn Wüsstet ihr wovon ich Rede. Bis dahin füttert euch mit den Heutigen Vergänglichen Chartmüll zu. Der Chartmüll der so Schnell Vergessen sein wird wie er Gekommen ist. Aber Depeche Mode Platten werden nie Vergessen werden weil jede Platte ein kleines Gesamtkunstwerk darstellt...man muss es nur Ergründen und sich fallen lassen....aber wenn man es nicht möchte Schreibt man halt Negative Rezis beim 1×Anhören. Sehr Traurig.
Ach bitte. Soll das jetzt ein "Ich habe den längeren"-Gelaber werden. Ich habe DM schon live auf der Black Celebration-Tour gesehen. Da warst Du - Deine orthographischen Bemühungen lassen den Schluss jedenfalls zu - wahrscheinlich noch nicht einmal geboren. Was hat das überhaupt mit der Beurteilung des Albums zu tun?
Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.
Hey Craze. Es geht doch nichts über eine differenzierte Betrachtung.
Ist mein Spezialgebiet...
Das muss man dir fraglos lassen: derartig schamlos und beeindruckend ignorant stellt hier sonst keiner seine musikalische Eingeschraenkt- und Unaufgeschlossenheit zur Schau.
Dieses Moderatorenphantom ist mittlerweile ziemlich dünnhäutig
Jeder braucht ein Alleinstellungsmerkmal. Meines ist eben, dass ich mich nicht mit sinnlosem Müll aufhalte und Alles verachte wo keine Bitches gefickt und Steine gehandelt werden.
Warum macht eine Band wie DM ein solches Album? Einfach weil mans kann teicht bei der ansonsten üblichen Klasse unserer Lieblingsindiepopper als Erklärung nicht aus. Bei den zwei Sternen gehe ich voll mit: Einen für routinierte Popqualitäten und einen für solide Studioarbeit. Keine Sterne für künstlerischen Ideenreichtum oder gar Innovationsfreude. Vielleicht sollten die Herren von DM mehr reisen oder handwerklich Tätig sein... einfach mal in Würde altern und rechtzeitig das Licht ausmachen. Nicht jeder hat das Zeug zum Cohen. Danke Herr Schuh für die mutige Kritik!
Die Aufnahme dieses Albums hätten sich Martin, Dave und Andrew wirklich sparen können. Erst war ich nach "Where's The Revolution" positiv überrascht, aber das war nur ein Ausrutscher nach oben. Tendiere zwischen einem und zwei Sternen.
DM hätten sich eigentlich schon 2005/2006 auflösen müssen.
Dieser Kommentar wurde vor 7 Jahren durch den Autor entfernt.
Auf die Knie ihr Ungläubigen:
https://www.youtube.com/watch?v=6uK5fDipjxo
Going Backwards ist ein Jahrzehnt-Song: breitschultrig, kräftig wie ein Türsteher, der Live alles zerstört!
Dieser Kommentar wurde vor 7 Jahren durch den Autor entfernt.
Na na ihr lieben LAUT Leute, ein bißchen mehr Respekt vor den "Altvorderen"!
Hört doch nochmal rein, kommt schon, ist ein ganz gutes DM Album.
Sicher, haben schon besseres gemacht, aber auch schon wesentlich schlechteres....
Das Album ist leider eine riesige Enttäuschung. Da fährt der Zug tatsächlich ohne mich ab.
Dieser Kommentar wurde vor 7 Jahren durch den Autor entfernt.
Dem neuen Kelly Family Album wurde von der laut.de Redaktion ein Stern mehr als „Spirit“ verliehen. Das sagt doch einiges über die redaktionellen Rezessionen auf laut.de aus. Aber eine gute Sache kann ich für mich durchaus folgern: Ich höre mir die Alben an, die von laut.de schlecht rezensiert werden. Noch was: Oftmals ist das mit den Bewertungen relativ persönlich geprägt. Und ich meine hier nicht den musikalischen Geschmack des Redakteurs, vielmehr die Frage danach ob er von Plattenlabeln, Konzertveranstaltern oder dem Künstler selber mit allen Gratiskarten und Promo-Materialien (hier sprechen wir nicht von Kugelschreibern) versorgt wurde und zu allen Wunsch-Pre-Listening- und Release-Partys eingeladen wurde. Zum Album: Reinhören, eigene Meinung bilden und das Album kommen lassen. Etliche Perlen gilt es zu entdecken. Die liegen nicht auf der Straße! Frohe Ostern und Vorsicht mit den Eiern!
Menschen Leben Tanzen Welt *****
Und deinen geistigen Dünnschiss musstest du unbedingt wiederholen, weil dir nach dem ersten Mal aufgefallen ist, dass da ja noch ne originelle Böhmermann-Line rein könnte?
...und deine Wortwahl sagt alles über dich aus!
wowow, hab schnell geschaut was du denn so postest... fast immer gleich persönlich, untergriffig und beleidigend. Lass das mal, OK!
Nur wenn es angebracht ist.
Alte gäul' bringschd nix neies mee' boi
Ich kann dieser Kritik an laut.de nur zustimmen! Hier wird pseudointellektuell, gepaart mit netten Wortspielchen und einem Höchstmaß an Selbstdarstellung (und weitaus weniger musikalischem Sachverstand, als uns die Herren Kritiker von laut.de so vorzugaukeln versuchen) rezensiert und mitunter zertrümmert, was eigentlich bruchfest wirkt oder sogar ist. Unterstrichen werden solche "Rezensionen" von den Fanboys dieser "Fachleute", die nahezu jegliche Gegenmeinung und beinahe jeden Kritik-Kritiker verbal fäkal, provokant und überheblich abfertigen, Sachlichkeit findet man hier selten. Und das erzeugt dann eben dieses Gesamtbild, dass laut.de in keinster Weise ein ernstzunehmender, fachlich kompetenter Vertreter in der Musik-Kritikerszene ist, sondern primär ein auf Pöbelei und Polemik getrimmtes Portal.
Hier wird offenkundig in der Mittagspause noch wild auf dem angrenzenden Kinderspielplatz geschaukelt, nicht ohne vorher die Kinder von den Schaukeln geschubst zu haben.
Also ich lach mich ja teilweise kaputt beim Durchlesen der Reviews. Bin nicht immer derselben Meinung, aber hier stimme ich zu: langweiliger geht's nimmer. Bei den lahmarschigen Songs tu ich mir gar nicht die Mühe, das Album auf mich wirken zu lassen. Und das sagt einer, der seit 1985 zur Fangemeinde gehört. Schade. Also wieder aufs nächste Album warten und hoffen, dass es Erasure besser machen - das neue Album erscheint ja in Bälde.
Ein Album mit höchstens drei bis vier guten Liedern. Habe es nun schon oft genug gehört, mehr als zwei Sterne hat es aber einfach nicht verdient. Bei aller Liebe!