150 Bars InfinityAls die Kollegen Leier und Gölz gestern angefangen haben, sich über PA Sports "150 Bars Infinity" zu ... nun, ja ... zu wundern, war mein erster Gedanke jedenfalls: Hö? Ist das neu? Muss wohl: "Yeah, es ist wieder soweit: Alle zwei Jahre grüßt das Murmeltier, heh!" Murmeltiertag, …

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  • Vor einem Jahr

    Plastikmusik-König PA Sports erzählt uns einen von echter Musik. Das ist die wahre Ironie. Und auf einen Ghostwriter sollte er vielleicht mal selber zurückgreifen.

  • Vor einem Jahr

    "Also fick' ich sie für wacke Scheiße, als ob sie ein Mann wär'."

    Okay Parham, Bus bauen!

  • Vor einem Jahr

    Ok, man kann die Zeile bezüglich Oskar Schindler so interpretieren, wie Dani es tut...oder aber man erkennt dann doch mal an, dass PA sich damit mehr traut als alle anderen Araber im Rap, indem er sich so gegen den Antisemitismus im Rap ausspricht.
    Man muss den Song natürlich nicht gut finden und natürlich ist das ein ziemlich machomäßiger Track, aber gut, "Bwars" waren im Rap noch nie softe, differenzierende Lines. Aber einerseits die Schüsse gegen Wokeness zitieren, andererseits seine Äußerungen bezüglich seiner "Couple Fotos" oder der Liebe zu seinem Kind verschweigen, wirkt dann leider doch wieder wie das Ausleben persönlicher Antipathie gegenüber dem Künstler als einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Track an sich. Schade, Dani.

    • Vor einem Jahr

      rapper, die über die liebe zu ihrem kind jaulen. alter, glaub mir: dass ich darüber kein wort verloren hab, war ein GNADENAKT.

    • Vor einem Jahr

      Kommt wie bei allen Themen auf die Umsetzung an, sollte man nicht generalisieren. Auch bei Whataboutism bin ich eher bei ihm als bei dir. Zumindest im Kern, er hat's nur dämlich formuliert und deine Reaktion so provoziert. Ansonsten natürlich peinlicher Pillemann ohne Raptalent.

    • Vor einem Jahr

      Dieser Kommentar wurde vor einem Jahr durch den Autor entfernt.

    • Vor einem Jahr

      PA Sports ist Perser und kein Araber.

    • Vor einem Jahr

      Pass auf Chris, ich versuche dir das noch einmal zu erklären:

      Whataboutism lähmt den gesellschaftlichen Fortschritt. Selbst bei schwerwiegenden Problemen, wie Kinderarmut in Deutschland, kannst du immer noch schwerwiegendere Probleme finden, wie etwa Kinderarmut in Rumänien. Und wenn du Kinderarmut in Rumänien bekämpfen willst, shame on you, ist nichts verglichen mit Kinderarmut in der Subsahara-Region!

      Das sind sogar noch Sachen, die thematisch zusammenhängen. Dennoch wird es sehr problematisch, wenn mensch gegen das erste nichts tut, weil das zweite schlimmer ist, insbesondere, wenn die Handlungsoptionen zum zweiten viel weniger effektiv und erfolgversprechend sind. Wir in Deutschland können mehr gegen die Kinderarmutvin Deutschland tun, weil wir hier leben und regieren. Natürlich können und sollten wir auch versuchen in den schwerer betroffenen Regionen zu helfen, aber während wir in D Gesetze erlassen, Institutionen schaffen und damit aktiv Sachen verändern können.

      Richtig absurd wird es dann aber bei Parham hier z.b.
      "Seh' in eurer woken Scheiße keine Relevanz, solange kleine Kinder sterben"
      Das bedeutet im Klartext für immer. Und das sich Leute damit beschäftigten, das Unterdrückung und Diskriminierung von Menschen weniger wird steht halt in gar keinem Zusammenhang damit, dass irgendwo kleine Kinder sterben (außer die Kinder, die aufgrund von Diskriminierung und Unterdrückung sterben).

      Es ist ein nullargument. Du regst dich über Ghostwriter im Rap auf, während kleine Kinder sterben.Ich habe in deinen Kaffee gepisst? Solltest du dich nicht drüber aufregen, solange kleine Kinder sterben. Ein Politiker ist korrupt und lässt sich für Einfluss bezahlen? Das ist egal, solange kleine Kinder sterben. NSU ermorderte Menschen aus Hass und wird von staatlichen Institutionen gedeckt? Wir sollten uns nicht damit beschäftigen, solange kleine Kinder sterben. Oury Jalloh verbrennt im Polizeigewahrsam? Wir sollten uns lieber auf die kleinen sterbenden Kinder konzentrieren. Kleine Kinder die sterben sind in dem Sinne super praktisch, weil sie halt schlimmer sind als alles andere und solange die sterben brauchen wir uns nicht um die Problem vor (oder hinter!) der eigenen Haustür kümmern.

    • Vor einem Jahr

      Halte die meisten woken Bemühungen für kontraproduktiv, da sie - wie schon beschrieben - schnell für ne Verschubladisierung, Abtrennung sorgen. Ist keine leichte, oder keine offensichtlich vernünftige Sache, Normalität über Besonderheit herzustellen. Aber wegen sterbender Kinder Wokeness zu kritisieren ist schon sehr debil, korrekt.

    • Vor einem Jahr

      Wenn etwas ein Problem ist und egal wie klein und unbedeutend dieses Problem, wenn Menschen etwas dagegen tun wollen, dann sollten sie das können dürfen ohne dabei darauf hingewiesen zu werden, dass es eventuell schwerwiegendere Probleme gibt. Und die Personen, die darauf hinweisen, dass es schwerwiegendere Probleme gibt sollten lieber etwas gegen diese schwerwiegendere Probleme tun und damit selbst für Problemlösungen sorgen anstelle sie andernorts mit durch whataboutism vergifteten Diskurs zu torpedieren.

    • Vor einem Jahr

      @ragism: inhaltlich über Wege und Mittel zu diskutieren, wie gesellschaftliche Missstände behoben werden können ist natürlich legitim, aber PA befasst sich ja null inhaltlich damit.

    • Vor einem Jahr

      Welche "woke Bemühungen" hälst du denn für kontraproduktiv?

    • Vor einem Jahr

      Du musst mir das nicht erklären, ich sehe es einfach anders. Der Begriff wird mir zu inflationär auch dann benutzt, wenn begründete Kontextualisierungen negiert oder abgetan werden sollen. Oder das eigene moralinsaure, bigotte Verhalten nicht entlarvt werden soll. Ist für mich ein zeitgeistiger Fehlreflex und ein dümmliches Modewort. Man kann auch mal gegensätzlicher Meinung sein, ohne deshalb auf der anderen Seite zu stehen, Capsi ;)

      Ich verstehe den Ansatz, aber ich finde eben er ist nur ein kleiner Ausschnitt der Wahrheit. Beileibe nicht jede wichtige und reflektierte Kontextualisierung ist automatisch eine Relativierung, sondern ggf vielmehr eine wichtige Aufforderung zu wirklich integrem Handeln.

    • Vor einem Jahr

      Irgendetwas Gutes zu tun ist immer besser als nichts zu tun, da bin ich komplett deiner Meinung. Aber für mich vermischen sich hier zwei komplett verschiedene Themen.

    • Vor einem Jahr

      Über allgemeine Nutzung des Begriffs kannst du viel spekulieren, empirische Untersuchungen dazu stelle ich mir problematisch vor, und solange du die nicht hast ist deine Meinung dazu ein Gefühl und keine Wahrheit.

      Was bleibt, worüber wir wirklich zielführend reden können, sind einzelne Instanzen, und darüber reden wir hier doch auch eigentlich, PA hat das da oben gebracht und danach behauptet, dass sei kein whataboutism. Wenn du das Wort nicht magst, lass es mich anders formulieren: Sollten wir uns um diese woke Scheiße nicht sorgen, solange kleine Kinder sterben? Ist das eine solide Argumentation?

    • Vor einem Jahr

      "Oder das eigene moralinsaure, bigotte Verhalten nicht entlarvt werden soll."

      So wie wenn jemand über Kapitalismus schimpft mit Nikes an den Füßen?

    • Vor einem Jahr

      Auch. Westliche Selbstreflexion generell benötigt dringend Kontextualisierungen, wenn wir uns nicht nur ständig zu irgendwas stilisieren wollen, das der Realität nicht standhält und diese wirklich nachhaltig positiv verändern wollen. Dass wir alle dennoch mit unseren Widersprüchen leben (müssen) und es unfassbar schwer ist allgemeingültig zu definieren, wo "Whataboutism" aufhört und nötige Kontextualisierung anfängt, ist dann wieder das nächste Thema. Dümmliches Modewort war zu drüber, sorry. Aber mich nervt die Reflexhaftigkeit, die oft einfach null angemessen ist. Denn im Grunde fehlt oft die (auch sich selbst gegenüber) gewissenhafte Bewertung. So nehme ich dieses Wort als etwas wahr, das mehr schadet als es nutzt und oft Instrumentalisiert wird, um wichtige Diskussionen über uns selbst zu verhindern. Musst du ja nicht teilen. Ich verstehe euren Ansatz ja auch. Ist eben für mich nur ein kleiner Teil des Ganzen.

    • Vor einem Jahr

      Zudem ist Whataboutism auch immer eine Frage der Perspektive. Von uns Vergessene werden für jeden Hinweis darauf, dass wir ihnen grundlos nicht dieselbe Aufmerksamkeit oder Anteilnahme zuteil werden lassen, wahrscheinlich dankbar sein. Und je öfter dies passiert, umso eher kann man auch für blinde Flecke sensibilisieren oder mehr gesellschaftliche Integrität oder zumindest Kohärenz erschaffen.

    • Vor einem Jahr

      Was würdest du als das Ziel einer Diskussion oder eines Diskurses bezeichnen?

    • Vor einem Jahr

      Eine ehrliche, argumentative Auseinandersetzung mit dem Gegenüber und aber auch mit sich selbst und der eigenen Historie oder ggf ungeliebten Selbstanteilen, bei dem im besten Falle Verständnis und beidseitiger Konsens entstehen kann. Oder ein diplomatisches Miteinander eingedenk der Realität des anderen. Zumindest bei Diskussionen innerhalb eines demokratischen Spektrums. Und mir ist bewusst, dass auch ich mich je nach Tagesform nicht immer daran halte. Wie gesagt, wir alle sind widersprüchlich, wenn man alles auf die Goldwaage legen möchte. Irgendwie führt das hier jetzt auch zu weit. Ich nehme Whataboutism als gerne genutztes Totschlagargument wahr und du eben nicht. Manchmal trifft es das, aber zumindest in meiner Wahrnehmung ebenso oft halt nicht. Auf PA bezogen: Er formuliert es polemisch. Aber den Eindruck, dass es zu oft um das Vertreten eines künstlich und unrealistisch beschworenen westlichen Wertekanons geht, der viele globale Probleme ausschließt und so zu oft als Symbolismus oder der eigenen Profilierung dient, habe ich ebenso. Du hast eine andere Meinung und Wahrnehmung und das finde ich okay.

      Beispiel: In meiner Ausbildung sitze ich mit 20-25 Jährigen zusammen in einer Klasse. Nach außen hin, vor Lehrern etc, vertreten sie alle vehement die "woken" Werte. Sind sie unter sich, gehen sie ebenso unbedacht mit Wörtern wie schwul oder behindert um (zb), wie wir es vor 20 Jahren getan haben. Und sind teils extrem egozentrisch. Unsere Gesellschaft ist längst nicht so weit, wie wir es gerne hätten.

      Oder wenn ich zb feststelle, dass viele Menschen um mich herum den Flüchtlingen aus der Ukraine wohlwollender begegnen als denen aus Syrien etc. um 2015. Dann ist das für mich kein Whataboutism, sondern eine legitime Hinterfragung der Beweggründe und der Sozialisation.

      Und ich selbst bin pro Gendern und selbstredend auch pro Flüchtlinge, falls die Frage im Raum steht.

      Und ich stimme dir zu, dass bestimmte Fortschritte gesellschaftlich verhandelt werden müssen. Nur ist für mich derzeit vieles dysfunktional, unecht und übertrieben. Kann man einen normalen Findungsprozess oder Kollateralschaden nennen, kann man aber eben auch wie ich als Teil des Problems ansehen.

      Friedel Rausch

    • Vor einem Jahr

      Danke für die ausführliche Antwort. In etwa so würde ich meine Frage auch beantworten. Leider ist mein Kopf für heute zu sehr Brei um auszuführen, worauf ich hinauswollte.

  • Vor einem Jahr

    frage mich eher, warum pa nicht gegen sein schwurbelndes signing kianush vorgeht. was der aktuell in seinen streams so rauskloppt, lässt sogar den guten onkel b harmlos erscheinen...

  • Vor einem Jahr

    Sich um Frauenrechte in Teheran und sterbende Kinder in Schlauchbooten Sorgen zu machen ist ja auch irgendwie ziemlich woke. Ich finde, Herr Sports widerspricht sich da selbst ein wenig.

  • Vor einem Jahr

    Pflege die selbe Antipathie gegenüber Pa und find's auch wack 2023 mit so nem Track zu kommen und es als die einzig wahre Kunst zu verkaufen. Trotzdem stimme ich zumindest dem letzten Drittel vom Song komplett zu, bei dem was er da rappt. Natürlich, nur weil Schlauchboote kentern heißt dass ja nicht dass man keine anderen Probleme haben kann die vielleicht mehr im näheren Umfeld liegen. Aber Gendern und dieses ganze pseudo Woke Zeug sind kein Problem. Für niemanden. Gendersprache scheitert 2 Jahre nach aufkommen schon wieder und ist bei der Mehrheit zu Recht mehr Meme als dass sie wirklich jemand in seinem Sprachgebrauch verbaut. Niemand ist dadurch bevor oder benachteiligt und es tut niemanden weh wenn diese Sprache nicht exestiert, oder? Solche „Probleme" können eigentlich nur aufkommen wenn man keine wirklichen Probleme hat. Was an daran falsch war dass Pa sich gegen Antisemitismus im Rap ausspricht falsch ist, verstehe ich auch nicht. Auch wenn man Pa für vieles kritisieren kann wird mmn hier zu sehr auf Krampf irgendwas gesucht, dass es schon wieder lächerlich ist.

    • Vor einem Jahr

      "Aber Gendern und dieses ganze pseudo Woke Zeug "

      Was denn noch?

      "Gendersprache scheitert 2 Jahre nach aufkommen schon wieder und ist bei der Mehrheit zu Recht mehr Meme als dass sie wirklich jemand in seinem Sprachgebrauch verbaut."

      Gesellschaftlicher Wandel ist langsam. Aber bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit höherem Bildungsgrad ist das schon sehr verbreitet und wird sich dadurch auch langfristig durchsetzen.

      "Niemand ist dadurch bevor oder benachteiligt und es tut niemanden weh wenn diese Sprache nicht exestiert, oder? "

      Nun ja, ich kenne einige Frauen, die sich benachteiligt und ausgegrenzt fühlen, wenn Texte rein im Maskulinum formuliert sind. Transmenschen kenne ich zwar nicht persönlich, aber von dem, was ich so mitbekomme, sehe viele von denen das als Zugeständnis der Gesellschaft, als Beginn der Akzeptanz, und begrüßen das dementsprechend. Ich verstehe auch nach wie vor nicht so genau, was daran so schlimm ist.

    • Vor einem Jahr

      was caps sagt. wem genau tut es denn weh, WENN diese sprache existiert?

    • Vor einem Jahr

      Ich glaube, Parham geht es weniger darum das gegendert wird, sondern eher darum, wie viel Aufmerksamkeit dieses Thema im öffentlichen Diskurs erhält, während andere Themen zu einer Randnotiz verkommen. Im Kampf um Aufmerksamkeit tritt man halt immer das Kind, das einem die Beachtung der Eltern streitig macht.

  • Vor einem Jahr

    Dieser Kommentar wurde wegen eines Verstoßes gegen die Hausordnung durch einen laut.de-Moderator entfernt.

  • Vor einem Jahr

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  • Vor einem Jahr

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  • Vor einem Jahr

    Heiliges Hufeisen! Muss das hier immer in politische Debatten ausarten. Hier ist alles über den kleinen gesagt worden: https://youtu.be/qUR09Xl7J_8