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Szene-Support

Unterstützung über die Szene war in den vergangenen Monaten auch in anderen Bereichen gefragt. Mehrere ukrainische Bands nutzten ihre Reichweite in der Metal-Community, um Hilfe für ihre Landsleute im Verteidigungskrieg gegen Putin zu organisieren. Jinjer zum Beispiel verzichteten nach Kriegsbeginn auf eine Tour mit Slipknot, sammelten Gelder mit einer Merch-Aktion, organisierten mehrfach Carepakete und beteiligten sich aktiv an Gütertransporten und Geflüchtetenhilfe. Stoned Jesus begannen mit andern ukrainischen Musiker:innen das Projekt Jam For Victory, um den heimischen Musik-Underground zu stärken. Mittlerweile entstanden im Zuge dessen bereits vier Alben, bei denen jeweils unterschiedliche Künstler:innen für eine gemeinsame Session zusammentrafen.

Sogar Rammstein beteiligten sich an den Unterstützungsaktionen für die Ukraine. Nach einer Solidaritätsbekundung über die offiziellen Kanäle der Band sah man Sänger Till Lindemann am Berliner Hauptbahnhof selbst aktiv mithelfen. Er kümmerte sich einem Bericht des RND zufolge unter anderem um Vermittlung von Unterkünften.

Weitere Solidaritätsaktionen entwickelten sich in Reaktion auf die laufenden Freiheitsproteste im Iran. In Berlin entstand unter anderem die Extreme Metal-Konzertreihe "Together With Iran". Diese wird auch 2023 fortgesetzt werden. Bei einer großen Kundgebung lief eine Metalversion der inoffiziellen Protesthymne "Baraye", und das iranische Künstler:innenkollektiv Ardawahisht widmete den Frauen in ihrer Heimat das Black Metal-Album "Beloved And A Thousand Seraphim".

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