laut.de-Kritik
Knackig kickender Minimal Tech-House und knusprige Dubklänge.
Review von Gregory BritschSwayzak gehören bekanntlich nicht wirklich zu den führenden Protagonisten des UK Clubgedöns der Marke Gatecrasher & Co, die mit latenter Proll-Attitüde den gemeinen Lad zum Schwitzen bringen. Dafür klingen James Taylor und David Brown doch zu anders. Sprich, reduzierter und zurückhaltender, dennoch unvermindert knackig kickend.
Nach dem sehr gelungenen 2000er Album "Himawari", kamen Swayzak ausgerechnet beim Berliner !K7 Label unter, das jetzt diese Mix Compilation als Appetizer zum nächsten Longplayer herausbringt. Der Appetizer erfüllt vollkommen seinen Zweck, denn Taylor und Brown mixen sich hier einen minimal-funktionalen funky Cocktail zusammen.
Überwiegend mit dem Schwerpunkt auf das Labeldreieck Berlin-Frankfurt-Köln, treffen dabei so einige Minimal-Tech-Dub-House-Perlen aufeinander. Pile, Headgear, Basic Channel, Villalobos, Luomo, Herbert und natürlich Akufen, der momentan wohl alles zu Gold macht was er anfasst.
CD 2 übt sich, im Gegensatz zur ersten, etwas mehr in Zurückhaltung: Knisternd knusprige Dubklänge und melodiöse Elektronics, vorwärts geschoben von der 4/4 Bassdrum. Vor allem die Heidelberger Bergheim 34, Bitstream, Kotai/Bader und Round Four seien ans Herz gelegt. Das hat Tiefgang und bleibt im Kopf hängen. Was will man noch mehr? Nun, mit Sicherheit Anhören bis die neue Swayzak erscheint!
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