Porträt

laut.de-Biographie

Jason Aldean

In den USA gehört er zu den Country-Superstars, sowohl auf der Bühne als auch in den Charts. Dass sich sein Debütalbum 2005 über eine Million Mal verkauft, ist allerdings kein Beweis, dass er es im Leben einfach hatte. Bis dahin war es ein langer, steiniger Weg.

1977 in Macon, Georgia als Jason Aldine Williams geboren, lassen sich seine Eltern scheiden, als er drei Jahre alt ist. Die Sommer verbringt er bei seinem Vater in Florida. Der bringt ihm Gitarrespielen bei. Bereits mit 14 steht Jason das erste Mal auf einer Bühne, kurz danach lässt er seinen Nachnamen fallen und wandelt seinen mittleren in 'Aldean' um. Nach dem Schulabschluss zieht er 1998 nach Nashville, um sein Glück als professioneller Musiker zu versuchen.

Die Konkurrenz ist groß. Zwar begibt sich Aldean in den Südstaaten regelmäßig auf Tour, doch platzen mehrere Vereinbarungen mit Labels und Agenten, bevor er brauchbares Material aufgenommen hat. Schließlich unterschreibt der Musiker einen Vertrag mit der frisch gegründeten Plattenfirma Broken Bow Records, sein selbstbetiteltes Debüt erscheint 2005 (auch 2022 steht er dort noch unter Vertrag). Bereits die erste Singelauskopplung "Hicktown" schafft es in die Country-Top-Ten, die zweite, "Why", gelangt an die Spitze. 2006 holt er sich bei den Academy of Country Music Awards die Trophäe für den besten Newcomer ab.

Mit in regelmäßigen Abständen erscheinenden Alben etabliert sich Aldean langsam aber sicher als Künstler, der über den musikalischen Tellerrand schaut. 2009 steht er mit Bryan Adams auf der Bühne, auch arbeitet er mit seinem großen Vorbild zusammen, Randy Owen von der Band Alabama. 2010 erscheint ein Duett mit Kelly Clarkson ("Don't You Wanna Stay"), 2011 landet Aldean einen weiteren Hit mit "Dirt Road Anthem", das er mit Rapper Ludacris performt.

Kommerzielle Einbrüche erlebt der Amerikaner auch in den Folgejahren nicht. 2014 ist er neben Ariana Grande und Taylor Swift der einzige Künstler, der in den USA mehr als eine Million Exemplare seines neuen Tonträgers absetzt: "Old Boots, New Dirt" schafft es sogar an die Spitze der Billboard-Charts.

Am schicksalsträchtigen 1. Oktober 2017 steht er jedoch auf der Bühne des Route 91 Harvest-Festival in Las Vegas, als ein geistesgestörter Waffennarr beginnt, aus seinem Hotelzimmer in die Menge zu schießen. Aldean und Band gelingt es, sich unversehrt in Sicherheit zu bringen. Als sich der Schütze schließlich das Leben nimmt, sind jedoch 60 Zuschauer tot und 867 verletzt.

Privat sorgt Aldean für Schlagzeilen, als er 2012 in einer Bar mit einer Teilnehmerin der Casting Show "American Idol" erwischt wird. In der prüden Country-Szene für einen verheirateten Mann ein No-Go, für den er sich erst öffentlich entschuldigt, bevor er 2014 die Scheidung einreicht und ein Jahr später ebenjene Teilnehmerin heiratet. Mit beiden Frauen hat Aldean jeweils zwei Kinder.

Seit 2004 setzt sich Aldean außerdem die Brustkrebs-Vorsorge ein und unterstützt die Stiftung 'Susan G. Komen' mit einem Teil seiner Konzerteinnahmen und einer jährlichen Benefizveranstaltung mit dem Namen "Concert for the Cure". In Nashville betreibt er zudem ein Restaurant ("My Kinda Party") und vertreibt einen Bourbon ("Wolf Moon").

Die Corona-Zeit verbringt Aldean damit, ein Doppelalbum zu schreiben und aufzunehmen, eine Hommage an seine Geburtsstadt. Der erste Teil, "Macon", erscheint im November 2021 und enthält unter anderem die Singleauskopplung "I Didn't Love You" mit Carrie Underwood. "Georgia" folgt im April 2022, beide erreichen die Top-Ten der Billboard-Charts.

"Der Ort, an dem du aufgewachsen bist, hat einen großen Einfluss darauf, wer du bist", erklärt Aldean. Dazu gehört wohl, dass er strammer Republikaner ist: Im November 2021 stellt er mit seiner Frau Britanny und seiner Halbschwester Kasi Rosa Wicks die Bekleidungslinie "Unapologetically Conservative" vor. Auf der Webseite trägt er ein T-Shirt mit dem Schriftzug "We the People - This Is our F***ing Country", mit der US-amerikanischen Flagge an Stelle der Sternchen.

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