Keine Überraschungen: Das Kalush Orchestra holt erwartungsgemäß den Titel in die Heimat, Malik Harris souverän den letzten Platz. Das war der ESC 2022.

Turin (jah) - Spannend wie die Deutsche Fußballmeisterschaft und musikalisch irgendwo zwischen Genie und Gähnsinn: Gestern Abend stand erneut das Finale der größten Musikshow der Welt an, der Eurovision Song Contest. Der Ausgang war im Voraus eigentlich schon clear: Die Ukraine gewinnt, Deutschland gewinnt von hinten. Für alle, die den ESC verpasst haben, nach zwei Minuten eingeschlafen sind oder sich die Veranstaltung bewusst erspart haben, gibt es hier jetzt trotzdem einen Recap des Abends.

Eurovisions-Show aus Italien

In Deutschland beginnt der ESC wie gewohnt mit der Countdown-Show. Barbara Schöneberger begrüßt Thomas Hermanns, Michelle und Max Giesinger. Es wird spekuliert, diskutiert, die ausgeschiedenen Kandidaten wünschen Malik viel Erfolg, Schöneberger hat "ein sehr gutes Gefühl" und blamiert sich sonst wie immer bis auf die Knochen mit Sprüchen wie "Meine Schuhe sind gemacht aus bestem Vitello Tonnato, mein Kleid ist al dente, meine Unterwäsche ist enger als Boris Beckers Zelle." Too much information, Babsi.

Alles belanglos, also schnell zum tatsächlichen ESC. Dazu begrüßt uns das aus den Halbfinals mittlerweile vertraute Moderationstrio Laura Pausini, Alessandro Cattelan und Mika aus Turin. ESC-Urgestein Peter Urban begleitet den Abend für das deutsche Publikum wie gewohnt am Mikrofon. Alle Kandidaten laufen einzeln ein, richtig laut wird es natürlich bei Italien und der Ukraine, aber auch bei Belgien und Spanien – die Favoriten sind klar.

Schweizer Goldbär und Masked Singer aus Norwegen

We Are Domi eröffnen die große Show mit ihrem Slap-House-Pop-Hybrid für Tschechien. Es folgt der Rumäne WRS, der einem ganz schön spanisch vorkommt. Nach MARO für Portugal präsentieren The Rasmus im BVB-Fanlook den wohl langweiligsten Rock-Song des Jahres. Zeit für ein erstes Highlight, das kommt von unserem Schweizer Nachbar Marius Bear: eleganter Pop mit jazzig-souligen Elementen, schlichtes Bühnenbild, toll gesungen.

Alvan und Ahez vertreten Frankreich mit mystischen Klängen X Techno-Beat. Für Norwegen singen die maskierten Subwoolfer ihren Witz-Song vom Wolf und der Banane, "ein Hauch von Masked Singer", meint Peter Urban. Ja, und auch ähnlich ernst zu nehmen. Armeniens Rosa Linn kleidet das gesamte Bühnenbild in weiße Papierblätter. Das passt gut, ihr Track "Snap" erscheint in etwa so spannend wie ein leeres Blatt Papier.

Italien schwächelt, Spanien heiß, Ukraine heißer

Nach einem Rückblick auf Halbfinale eins gibt das Moderatoren-Trio eine Nachhilfestunde im Fach "Italienische Gesten", Kommentar Urban: "Da kann ja sogar Serge Gnabry noch was lernen." Italien ist ein gutes Stichwort, schließlich kommen Mahmood & Blanco als nächstes. Das Publikum ist natürlich voll dabei, der Auftritt genau wie der Track aber ziemlich schwach.

Es wird heiß. Chanel aus Spanien bringt mit ihrer Tanz-Crew trendigen Reggaeton und viel nackte Haut auf die Bühne. Beachtlich, dass sie trotz der artistischen Tanz-Einlagen souverän und noch voll bei Puste ihren Song "SloMo" performt. Es folgt die deutlich introvertiertere Niederländerin S10, die ihren eigentlich laschen Track "De Diepte" glänzen lässt, indem sie den gesanglich bisher besten Auftritt des Abends abliefert.

Next up: die Favoriten vom ukrainischen Kalush Orchestra. Der Mix aus traditionellem Klang und Hip Hop macht aus "Stefania" nicht nur einen top Song, die Crew ist auch live richtig stark. Wilde Outfits, super Gesang, super Rap, Breakdance-Einlagen und der emotionale Abschluss-Appell: "Please help us, Ukraine. Right now." Das volle Programm. Das gibt natürlich tosenden Applaus, die gesamte Halle steht.

Bodenständiger Malik Harris ohne Wow-Faktor

Im Schatten der Ukraine ist es an 13. Stelle nun Zeit für unseren Mann, Malik Harris. Wie jedes Jahr geht es einem ein bisschen wie im Fußball mit RB Leipzig: keine gute Sache, aber eben deutscher Repräsentant im europäischen Kontext, also drückt man eben doch brav die Daumen. Bereits drei Mal sind wir von Startnummer 13 gestartet, jedes Mal hat es für eine Top Ten-Platzierung gereicht. Gutes Omen, also.

Vorgestellt bekommen wir die Kandidat*innen übrigens immer in einem kurzen Film, in dem die Drohne "Leo" (benannt nach DaVinci) einen Ort in Italien zeigt. Im Falle von Malik Harris: eine alte Fiat-Fabrik. Die Deutschen und das Auto – das Image werden wir wahrscheinlich nie los. Zum Auftritt: War Malik im Vorgespräch mit Barbara Schöneberger noch ganz locker, merkt man ihm die Nervosität nun an. Gesanglich ein wackeliger Auftakt, ein "nobody" bleibt ihm im Hals stecken, danach fängt er sich aber und gibt vor allem im Rap-Part alles.

Das Bühnenbild unterscheidet sich kaum zum Vorentscheid: Klavier, Gitarre, Loopstation, sogar den Teppich aus seinem Heim-Studio hat er mitgebracht. Sehr bodenständig, insgesamt ist es ein solider Auftritt, für den ESC aber mit viel zu wenig Wow-Faktor. Damit ist die erste Hälfte der Teilnehmer*innen durch.

Gute-Nacht-Lied aus Island, schrille Moldauer

Weiter geht es mit Monika Liu, die ihren litauischen Chanson lässig auf die Bühne bringt. Aserbaidschans Überraschungsfinalist Nadir Rustamli bietet einen schlaffen Song, aber eine beeindruckend variable Stimme. Schließlich ist der Belgier Jérémie Makiese an der Reihe. Sein "Miss You" war mit Bond-Song-Vibes im Hip Hop-Gewand bereits im Voraus eines der besten von allen Stücken. Auch live ein ordentlicher Auftritt, anfangs etwas unsicher, aber mit der Zeit immer besser und am Ende richtig stark.

Nach den Highlights aus Halbfinale zwei kommt Amanda Tenfjord für Griechenland mit einer klassischen ESC-Pop-Ballade, aber immerhin gut gesungen. Wer bisher noch mit voller Aufmerksamkeit dabei war, muss nun aufpassen, dass nicht langsam die Augen zufallen. Denn Islands Schwestern Systur beweisen, warum es beim ESC nicht so häufig Folk gibt. Das einzige, das noch todlangweiliger ist als "Með hækkandi sól", ist ihre Perfomance: Sie stampfen ein bisschen mit dem Fuß, wie dieser eine Typ im Club, der nur an der Seite steht und mit dem Kopf nickt. Das wars. Gähn.

180-Grad-Wende zum schrillen Auftritt von Zdob si Zdub aus Moldau, die ihren volkstümlichen Hit "Trenuleţul" zum Besten geben. Wild, aber irgendwie eine gern gesehene Abwechslung. Peter Urban meint zum "Cotton Eye Joe" von 2022: "Wenn die Deutsche Bahn solch fröhliches Entertainment an Bord hätte, wären einem die Verspätungen echt egal." Es folgt die Schwedin Cornelia Jakobs mit "Hold Me Closer". Lahmer Song, schwach gesungen – mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Großbritanniens High Voice kein Highlight

Auffällig dagegen wieder die Performance von Australier Sheldon Riley. Er singt seine Ballade "Not The Same" mit Glitzer-Gewand im Gesicht und einem angeblich 50 Kilo schweren, weißen Kleid. Den emotionalen Text schließt er, den Tränen nahe, aber gesanglich trotzdem sehr solide, mit den Worten "Everything is possible" ab. Für Großbritannien setzt dann Sam Ryder seine beeindruckend hohe Stimme ein. Gut macht das seinen Radio-Pop-Hit aber auch nicht.

Polens Beitrag "River" von Ochman hat man nach zwei Minuten wieder vergessen. Och, Mann! Konstraktas Auftritt für Serbien ist ebenso langweilig. Den Schluss punkt setzt Estlands amtierender Sexiest Man 2022 Stefan. Western Vibes hat man beim ESC nicht so oft, in dem Fall klingen sie wirklich nicht verkehrt. Somit sind alle 25 Kandidat*innen durch.

Großbritannien führt, keine Punkte für Deutschland

Damit startet das Voting, der unnötige Part des Abends, in dem die Zeit bis zur Verkündung der Punkte künstlich überbrückt werden muss. Die Vorjahressieger Måneskin spielen ihren neuen (tatsächlich richtig guten) Song "Supermodel", Italiens Siegerin von 1964, Gigliola Cinquetti, singt und auch Mika liefert noch ein Hit-Medley. Peinliche Einspieler machen dem Namen ESC alle Ehre, man versucht verzweifelt, auf seiner Fernbedienung eine ESC-Taste zu finden. Schließlich verkündet Alessandro Cattelan nach einem Countdown: "Alea iacta est." Wer nicht weiß, was das heißt: Lest mehr Asterix, verdammt.

Zeit für die Punkte aus den Jurys der 40 Länder. Relativ schnell führt Großbritannien vor Spanien und Schweden. What? Why? How? Auch aus Deutschland gehen twelve Points auf die Insel. Nach den ersten zehn Live-Schalten ist Deutschland das einzige Land mit null Punkten, läuft mal wieder wie am Schnürchen! Daran ändert sich bis zum Ende auch nichts mehr, selbst unsere Nachbarländer gönnen uns allesamt nicht einen einzigen mickrigen Punkt. Die Spitzengruppe aus Großbritannien, Spanien und Schweden, gefolgt von der Ukraine und Griechenland, hält sich bis zum Schluss. Nach den Jury-Stimmen steht dementsprechend Sam Ryder ganz vorne.

But the winner is ... Ukraine!

Die Jury-Punkte machen aber nur 50 Prozent aus, die restlichen 50 Prozent liegen in den Händen des Public Votings. Das startet mit Schlusslicht Malik Harris, der in der Kandidat*innen-Lounge trotz allem fröhlich Champagner sippt und feiert. Schöntrinken, ist wahrlich der einzig richtige Ansatz. Vom Public Voting gibt es immerhin sechs Punkte. Der letzte Platz ist damit souverän gesichert.

Teilweise unterscheiden sich die Punkte der Jurys und des Public Votings extrem. Belgien bekommt nur lachhafte fünf Punkte von den Zuschauer*innen, die Schweiz trifft es mit null Punkten knüppeldick. Serbien und Moldau kamen dafür sehr gut an. Die bis dahin viertplatzierten Ukrainer stauben erwartungsgemäß allerdings unfassbare 439 Punkte ab. Das sind im Schnitt über elf Punkte von den Zuschauer*innen aus jedem der teilnehmenden 40 Länder.

Damit springt das Kalush Orchestra mit schier unaufholbarem Vorsprung auf Platz eins. Da können weder Schweden oder Spanien noch der bisherige Spitzenreiter Großbritannien mithalten. Nach dem Ende der Stimmenauszählung ist in trockenen Tüchern, was eh alle erwartet haben: Die Ukraine gewinnt den 66. Eurovision Song Contest 2022, und Kalush Orchestra bedanken sich auf der Bühne: "This victory is for every ukrainian."

Hauptsache Frieden

Mit einem letzten Auftritt der Sieger geht der ESC-Abend zu Ende (die Aftershow mit Babsi, Hermanns und Co. bleibe euch an der Stelle erspart). Es war wie immer ein großes Event mit spektakulären Bühnenbildern und Lightshows, viel Glitzer und Tamtam, emotionalen Botschaften und sicher auch dem einen oder anderen musikalischen Highlight. Aber eben auch mit viel Kitsch, dämlichen Inszenierungen und sehr viel unglaublich öder Musik.

Die Spannung war ohnehin im Vorhinein raus, diesen Artikel hätte man vor drei Wochen schon schreiben können. Der erwartbare Sieg der Ukraine setzt ein klares politisches Zeichen, er erscheint musikalisch aber auch nicht gänzlich unverdient. Italien, das bei den Buchmachern ebenfalls hoch im Kurs stand, hat ziemlich abgelost, der überraschende Erfolg der Briten hinterlässt nur Verwunderung.

Deutschlands letzter Platz dürfte wohl kaum zu Entsetzen führen. Malik Harris hätte trotz des laschen Songs mehr verdient gehabt, der schlechteste war er nicht. Im Endeffekt aber irgendwie auch beruhigend, dass wir die Tradition der grottenschlechten Platzierungen fortführen. Auf ein Neues im nächsten Jahr in … ja, wo denn eigentlich? Das weiß heute noch keiner so recht, aber wie Peter Urban passend zusammenfasst: "Hoffentlich in Frieden. Das ist das wichtigste."

Fotos

Mika und The Rasmus

Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © laut.de (Fotograf: Michael Schuh) Mika und The Rasmus,  | © LAUT AG (Fotograf: ) Mika und The Rasmus,  | © LAUT AG (Fotograf: ) Mika und The Rasmus,  | © LAUT AG (Fotograf: ) Mika und The Rasmus,  | © LAUT AG (Fotograf: ) Mika und The Rasmus,  | © LAUT AG (Fotograf: )

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laut.de-Porträt Kalush Orchestra

Spannend wäre ja mal ein purer Rap-Beitrag als ESC-Gewinner. Als die Rapper Kalush aus der Ukraine 2022 zum Song Contest in Turin antreten, ahnt sowieso …

5 Kommentare mit 44 Antworten

  • Vor 2 Monaten

    Entweder schickt Schland mal bekanntere Acts hin oder streicht einfach die Finanzierung dieses Bums, dann findet der nächste Contest halt in nem Festzelt aufm Rummelplatz statt, würde der dargebotenen Unterhaltung auch mehr entsprechen.

    • Vor 2 Monaten

      @Django77:
      Du redest wirr.
      Der Bekanntheitsgrad eines Künstlers war beim ESC bislang noch niemals eine Garantie für eine gute Plazierung oder gar einen Sieg. Ich schätze, 2022 waren im Teilnehmerfeld die international bekanntesten Künstler The Rasmus. Zur Erinnerung: das sind die, die auf Platz 21 abgeschlossen haben.

      Wenn wir die Finanzierung streichen wollen - okay. Der ESC wird größtenteils von der EBU finanziert und damit automatisch anteilig auch von Deutschland. Wenn wir die Finanzierung streichen, müßten die beteiligten Sender aus der EBU austreten, denn kämen sie aber im Umkehrschluß auch nicht mehr so leicht an internationales Film- und Tonmaterial der Kollegen jenseits der Grenzen ran, was der Kerngedanke hinter der EBU ist. Das Streichen der Gelder macht's also für den Beitragzahler höchstwahrscheinlich teurer. Oder alternativ nimmt Deutschland nicht mehr an dem Wettbewerb teil, verzichtet also auch auf die Ausstrahlung des Wettbewerbs, und hat damit mindestens sechs Stunden Sendezeit, die irgendwie gefüllt werden müssen, was automatisch teurer ist als der gemeinschaftsfinanzierte Wettbewerb.
      Die teuerste Variante des ESC für Deutschland ist übrigens, wenn die Geschichte auf deutschem Boden abgehalten wird. Sind wir also froh darüber, daß wir nicht gewonnen haben, und nörgeln deshalb nicht noch rum.
      Gruß
      Skywise

    • Vor 2 Monaten

      Und dass das Verhindern des Ausrichten-Müssens auf Platz 1 der Prioritätenliste des NDR steht, merkt man halt immer wieder sehr, sehr deutlich.

  • Vor 2 Monaten

    Schon skurril wie die meiner Empfindung nach schlechtesten Songs konsequent oben gelandet sind. Speziell Italien, Spanien und UK fand ich schwer zu ertragen. Aber vielleicht sollte man einfach froh sein, dass man nicht den Einheitsgeschmack teilt.

  • Vor 2 Monaten

    Der ESC wurde politisch für einen Militäroperation instrumentalisiert. Das ist eine Doppelmoral, denn anderen Interpreten wurde es nicht erlaubt, sich politisch zu äußern.

  • Vor 2 Monaten

    Nur ganz erbärmliche Lappen drücken RB die Daumen, was ein bescheuerter Take.

    • Vor 2 Monaten

      Da hat der arge Mongo aber mal sowas von Recht, shame on you, anonymer Schreiberling.

    • Vor 2 Monaten

      Fällt damit allerdings zum wiederholten Male komplett aus der Rolle, weil der echte lautuser seit Stunde Null schon großer Bewunderer von RB Leipzig ist.

    • Vor 2 Monaten

      Vor RBL hab ich mittlerweile mehr Respekt als vor ähnlich unpersönlichen Retortenclubs wie Hoffenheim, Wolfsburg, Leverkusen oder Bayern Munchkin. Die versuchen es weniger als die genannten, mit Geld um sich zu werfen, um bewährte Spieler zu verpflichten, sondern haben von Anfang an auf die eigenen Jugendakademien mit klarem sportlichen Konzept gesetzt. Sind halt neu in der Liga, deshalb kriegen die am meisten Schmäh ab. Wettbewerbsverzerrenden, ekelhaften Mist machen aber eher die Etablierteren

    • Vor 2 Monaten

      Welche Spieler kommen denn aus der eigenen Akademie? Und zählt das auch für Talente, die in der Region ausgebildet wurden und dann mit 15-18 von RB abgeworben wurden?

    • Vor 2 Monaten

      Was seid ihr denn für Rammsteinfans? Vllt lese ich mir hier noch Kommentare über Fußball durch oder was.

    • Vor 2 Monaten

      Hundi Nazijäger Gimmick damit auch endgültig tot, bitte Selbstlöschung einleiten!

    • Vor 2 Monaten

      @Ragism RB hasst man doch auch nicht, weil die ne schlampige oder zumindest kurzsichtige/verschwenderische Personalplanung hätten oder auf anderen, relevanten Gebieten nicht gut arbeiten, sondern weil man keinen Bock drauf hat, dass ein Milliardär einen ganzen Bundesligaclub zur Bewerbung seines vollkommen überflüssigen Scheißproduktes aus dem Boden stampfen kann, wenn ihm danach ist. Zumal, wenn er sich als demokratiefeindliches Arschloch erweist. „Retorte“ ist RB deshalb auch nochmal auf einer anderen Ebene als die von dir aufgezählten, v a die Bayern :confused:

    • Vor 2 Monaten

      Jupp. Zudem ist das ja Teil der Strategie. Um gesellschaftsfähig zu werden, kannst du als RBL in der ersten Liga nicht sofort die Globe Trotters zusammenkaufen. So spielen sie medial oft die Opferrolle und die aufgeweichten Vereinsstrukturen geraten thematisch in den Hintergrund. Und ja, Mateschitz ist widerlich. Hoeneß und Watzke etc. definitiv auch, aber nicht im AfD-Sinne.

    • Vor 2 Monaten

      Ist halt der perfekte edgelord-club und bekommt alleine deswegen schon ragis Sympathie. Dass das nicht reflektiert oder gar hinterfragt geschieht, sollte hier auch eigentlich niemanden mehr überraschen.

    • Vor 2 Monaten

      ragism meint auch zu wirklich jedem Thema seinen Senf hinzugeben zu müssen, völlig egal ob er sich auch nur eine Minute damit auseinander gesetzt hat, das erinnert mich mittlerweile schon stark an einen gewissen user.

    • Vor 2 Monaten

      Dieser gewisse User möchte hier aber BITTE nicht thematisiert oder auch nur erwähnt werden, hm? Sollte aber auch hoffentlich jedem hier klar sein.

    • Vor 2 Monaten

      Say my name, say my name
      If no one is around you
      Say lauti I love you
      If you ain't runnin' game

    • Vor 2 Monaten

      Hoffenheim und RB Leipzig sind für mich auf einer gemeinsamen niederträchtigen Ebene, da beide Vereine und vor allem die damals Verantwortliche Person Ralf Rangnick dem VfB nahezu das ganze Personal im Bereich Jugendförderung + viele gute potenzielle Jugendspieler abgeworben hat und somit ein funktionierendes Konstrukt aus starken Nachwuchs + Nachswuchsförderern nachhaltig ge- und in vielen Bereichen zerstört hat.

      Teilweise haben die damals handelnden Personen beim VfB auch nicht alles versucht entsprechende Personen zu halten...
      Aber so wie Hopp oder Mateschitz den Geldbeutel geöffnet hätten, wäre ein Mitbieten nicht ansatzweise im Rahmen der Möglichkeiten gewesen.

      Bei RB waren das vor allem Frieder Schrof und Thomas Albeck (Beide die Entdecker und Förderer von z.B. Gomez oder Khedira) sowie der damals 18jährige Spieler Joshua Kimmich.

      Von Hoffenheim wurde u.a. der damalige VfB U17-Trainer Tedesco abgeworben, der heute ironischerweise bei RB ist
      Uwe Heth Jugendtrainer vom Vfb zu Hoffenheim ebenfalls bei RB jetzt...usw.

      Es lässt sich eine Methodik erkennen.

      Die Vielzahl von Personen die von Rangnick vom VfB zu seinen jeweiligen Vereinen gelotst wurden,
      sind nicht von der Hand zu weisen und dabei kratze ich nur an der Oberfläche ... mit (Bordon, Kuranyi, Beck, Alexander Stolz, Matthias Jaissle, Timo Werner, Tobias Weis, Sebastian Rudy...) lässt sich die Liste wahllos fortführen.

    • Vor 2 Monaten

      Der Österreicher ist ein mieses Stück Scheiße. Bin auch wirklich kein Fan von RBL. Finde es nur albern, wie sehr sich über den Verein aufgeregt wird, während es halt schon ne Handvoll ekelhaftere, seelenlosere Vereine in der Buli gibt. Der sportliche Bereich von RBL war schon immer top. Die haben für relativ mickrige Beträge Spieler verpflichtet, und aus denen dann was gemacht. Die Jugendarbeit kommt idR auch der gesamten Liga zugute, wie vor allem in Österreich. Die bauen auch keine internationalen Ausbeuternetzwerke samt Scoutingschulen in Afrika oder Südamerika, wie so manch andere aus der oberen Tabellenhälfte.

      Auf was für nen Verein ich stehe, dürfte eigentlich klar sein. Wobei ich der Eintracht als Zweitliebling morgen natürlich alle Daumen drücke!

    • Vor 2 Monaten

      noch ekelhafter und seelenloser? schwer vorstellbar.
      Und dieses Geschwätz von der tollen Jugendarbeit, dabei hat kein einziger selbstausgebildeter Spieler auch nur ansatzweise den Durchbruch geschafft, vergleich das mal mit den (kaum weniger verachtenswerten) von dir genannten Hoppenheimern. Die supergünstigen superschnäppchen aus Salzburg sind auch so ne Sache...
      Verstehe mich nicht falsch, niemand bestreitet, dass bei RB auch fähige Leute arbeiten, aber sympathischer macht mir das die ganze Sache nicht, eher im Gegenteil

    • Vor 2 Monaten

      Saugi, das mag nur auf den ersten Blick stimmen. Ja, im Stammkader landete bei RBL noch keiner. Dafür halt bei anderen Vereinen. Und im Gegensatz zu Hoppenheim usw. wurde nie viel Geld für Profis ausgegeben. Die Stammspieler stammen zwar nicht aus der eigenen Jugend, wurden aber im vielversprechenden Alter für Kleckerberäge verpflichtet und zu den heutigen Spielern gemacht. Noch mal; Die habens nicht geschafft, weil sie mit Geld so um sich geworfen haben. Und das unterscheidet sie enorm von den anderen Großen.
      Glücklicherweise gibts da oben mittlerweile aber auch sympathischere Vereine wie Union, Freiburg oder meinen geliebten Effzeh.

      Gucke ich nur darauf, was der Verein sportlich und planerisch macht, hab ich - wie gesagt - zig mal mehr Respekt vor RBL als den anderen Genannten.

    • Vor 2 Monaten

      Übrigens: Aus der ganz eigenen Jugend und von Kindesbeinen an stammt praktisch kein Spieler der Liga. In der Regel hat man in der U17 schon ein-zwei mal den Verein gewechselt.

    • Vor 2 Monaten

      Ragismus-Alarm! Wuff! Wau! Wau!

      Schau dir mal auf transfermarkt.de die Transferbilanzen seit dem jeweiligen Aufstieg aus den unteren Ligen von Hoffe und RB an, dann wirst du sehen, dass du Unsinn laberscht. RB hat deutlich mehr Kohle rausgehauen, um nach oben zu kommen. Hoffe ist dagegen mehr zum "Entwicklungs- und Verkaufsverein" geworden.

      Bin gespannt, wie das widerlegen willst, aber du wirst es versuchen. Pure Ragism :lol:

    • Vor 2 Monaten

      @Hundi
      Wie ich schon schrieb, Hoffenheim steht auch erst da, wo die jetzt sind, weil die damals vom VfB den halben Jugendspielerkader + Staff wie ein Vampir ausgesaugt haben und danach RB genauso.
      Damit sage ich nicht, dass der VfB keine Fehler gemacht hat, aber in beiden Fällen hat halt Rangnick alles was nicht bei 3 auf den Bäumen war, mit Kohle zugeschüttet und zu Hoppenheim und RB gelotst.

    • Vor 2 Monaten

      Hundi, sind halt Aufsteiger, und entsprechend viele Spieler sind gegangen und gekommen in kürzerer Zeit. Aber mal ernsthaft - lange Zeit war Timo Werner der teuerste Transfer von Leipzig, und der hat keine 10 Mio. gekostet. Ein lächerlicher Betrag für einen Bundesliga-Stürmer, gerade angesichts dessen, was sie aus ihm gemacht haben. Nur mal so als erstes Beispiel. Upamecano wäre da ein weiteres.

      Die haben im Vergleich zu den anderen nun mal kein Geld für erfolgreiche Topspieler ausgegeben. Isso.

    • Vor 2 Monaten

      Dieser Kommentar wurde vor 2 Monaten durch den Autor entfernt.

    • Vor 2 Monaten

      Denke auch dass der SSV Markranstädt es ohne Gummibärchenlimo in die Champions League geschafft hätte.

      Im Ernst, solche Diskussionen sind längst überflüssig da das Kind schon lange in den Brunnen gefallen ist und Vereinsnamen wie Ratiopharm Ulm, Telekom Baskets Bonn oder S.Oliver Würzburg auch irgendwann im Fußball ganz normal sind.
      Beschwert man sich über „Retortenklubs“ sollte man auch mal diskutieren wieso Audi und die Allianz zig Millionen beim FC Bayern investieren etc.

      Wer unverfälschten Fußball sehen will muss halt in die unteren Klassen, solange da der ansässige Dorfmillionär keine Zweitligaspieler aus Rumänien kauft geht es da noch fair zu.
      Außerdem freut sich der Dorfverein vor eurer Haustür wenn ihr dort mal ein paar Euro liegen lasst da es dort, extra für euch, auch stets eine vegane Option zur traditionellen Bratwurst gibt!

    • Vor 2 Monaten

      Werner kam für über 20 mio zu nem Aufsteiger, dazu keita für knapp 40, upamecamo auch für knapp 20 beide dazu vom Stiefgeschwister…
      Das wären nicht mal kleckerbeträge für Manchester City. Aber Ja, die RB-Marketingabteilung natürlich auch Weltklasse und die ossis haben lange genug auf Bundesligafussball verzichten müssen.

    • Vor 2 Monaten

      Haha, zuzuschauen wie Ragism sich hier mal wieder bei einem Thema von dem er offensichtlich NULL Plan hat um Kopf und Kragen faselt ist wirklich göttlich...Fehlt nurnoch ihrwisstschonwer. :lol:

    • Vor 2 Monaten

      Ich bin ganz ehrlich vor allem schockiert, dass sie Ragi überhaupt stärker für (deutschen) Fußball interessiert. Keine Ahnung warum, aber irgendwie passt das nicht in mein Ragi-Weltbild.

    • Vor 2 Monaten

      Das sind die 50% Inselgene ;) Gleepi

    • Vor 2 Monaten

      Huch, bei Werner warens glaub ich zwei Überweisungen, deshalb hatte ich mir 10 Mio. gemerkt. Wie auch immer - das sind alles ziemlich mickrige Beträge, und zu wirklich guten Spielern wurden sie eben erst bei RBL. Das ist auch der wesentliche Punkt - die anderen kaufrn renommierte auf Sicherheit, RB geht mehr auf Risiko und eigene Weiterentwicklungen. Insgesamt hat deren Transferpolitik sowohl der Bundesliga als auch der österreichischen eher genützt als geschadet, was sie eben auch von den von mir sehr viel verhassteren Vereinen unterscheidet.

      Ja, Bundesliga empfinde ich als die einzige nennenswerte deutsche Unterhaltung. Scheiß auf den FC Bayern - im Vergleich zu den anderen Ligen in Europa ist die Bundesliga (trotz aller anderweitigen Bemühungen) noch sehr viel ausgewogener und spannender. Meine Inselkollegen gucken mittlerweile zu zehntausenden BuLi, und es werden jährlich mehr. Ganz einfach, weil es hier halt noch sowas wie Fankultur und Atmosphäre im und ums Stadion herum gibt. Vorm Brexit sind auch viele mal über den Kanal gereist, um in die Stadien zu kommen.

      Die Scheichs und Investoren haben die Premier für nicht-wohlhabende Fans mehr oder weniger uninteressant gemacht. Noch mal für die besonders Lesebehinderten hier: Das bedeutet NICHT, daß da drüben die Stadien leer seien, oder es dort überhaupt keine klassischen Fans mehr gebe.

    • Vor 2 Monaten

      Naja, jedenfalls ist St.Pauli der größte Hurensohnverein!

    • Vor 2 Monaten

      St. Pauli ist der größte Hurensohnidentifizierer. Wer den Verein nicht mag, ist Nazi oder halt Anhänger des Tennisclubs HSV.

    • Vor 2 Monaten

      @Ragism weder noch... ich bin Hansafan.

    • Vor 2 Monaten

      ragism ist halt ein typischer Deutscher

    • Vor 2 Monaten

      @Koopa Das ist null Grund, St. Pauli zu hassen. Ist politisch der anständigste Verein der Liga. Das Präsidium verdient keinen Cent, weil jedes bissl Überschuss an soziale Projekte gespendet werden soll. Ich erinnere auch mal an den Flyerservice Hahn. Da gibt es einfach weit und breit keinen Verein mit so viel Rückgrat und Mumm in den oberen Ligen.

      Man kann ja mit denen rivalisieren, kein Problem. Ich kann Gladbach ja auch nicht leiden, wenn wir gegen die spielen. Habe aber (bis für die Nazi-Ultras am Niederrhein) großen Respekt vor unserem kleinen Bruderverein.

    • Vor 2 Monaten

      Oh Gott, Ragi ist Ziegenficker äääh FC-Fan. Kannst du dich bitte umgehend selbstlöschen? Wuff!

    • Vor 2 Monaten

      @Ragism Deren politische Arbeit/Charity-Tätigkeit ist mir persönlich furzegal. Dann ist Bayern München auch stabil. Ich bewerte einen Fußballverein ausschliesslich anhand seiner Fans. Meine Top5 Hurensohnliste:
      St. Pauli
      Bayern München
      Köln
      Dresden
      Schalke

      Das beruht auf persönlichen Erahrungen bei zb. Auswärtsspielen. Wer Fan von einem dieser Vereine ist, kann trotzdem ein korrekter Mensch sein. Es gibt ja immer Ausnahmen.

    • Vor 2 Monaten

      Ziemlich beliebiges Kriterium, anhand von ein paar persönlichen Fanbegegnungen zu bestimmen, welchen Verein man hasst. Aber gut, spielt jetzt auch keine Rolle. Ist erstrns unwichtig, und zweitens auch größtenteils zufällig, was für Vereine man gut findet.

      Bin, wie sicher schon durchgeschienen ist, so ziemlich allen Vereinen wohlgesonnen, die auch sowas wie eine Fanbasis haben. Solange sich alle darauf einigen, Bayern München zu verachten, ist die Welt für mich in Ordnung.

  • Vor 2 Monaten

    Ich finde es immer wieder erfrischend zu sehen, wie unbeliebt Johannes B. Kerner-Land in Europa doch ist :D

    Der Beitrag der Ukraine hat verdient gewonnen.

    • Vor 2 Monaten

      Na ja, Rückschlüsse von einer ESC-Platzierung auf die Beliebtheit von D in Europa zu ziehen, finde ich doch sehr gewagt! Heißt, Johannes B. Kerner war 2010 in Europa noch extrem beliebt, oder was?!
      Hat schon auch was mit unseren Beiträgen zu tun, und die waren gerade letztes und dieses Jahr sehr schnarchig.

    • Vor 2 Monaten

      Der biedere Lappen Johannes B. Kerner wäre natürlich zu keinem Zeitpunkt außerhalb Deutschlands beliebt gewesen, so wenig Geschmack kann es nur hier geben.
      2010 hat Lena eben einfach sehr gut performed und Europa mit ihrem Charme verzaubert aber das war eine Ausnahme und Ausnahmen gibt es immer mal wieder.

    • Vor 2 Monaten

      Ragismohead9

    • Vor 2 Monaten

      CAPSLOCK alte Kajüte!
      Tatsächlich hat Ragi angefragt, ob er dabei sein darf, wenn wir das nächste Mal die suburbane area unsicher machen, während wir Wäving ze Gantz und Jan Delay&Disko No.1 stisend uns endlich wieder wie 51 fühlen können, war nice. Ich habe ihm schon gesagt, dass er herzlich willkommen ist.