Baz Luhrmanns Elvis-Film erzählt die Rock-Story schlechthin und überrascht mit rap-lastigem Soundtrack. Wir erinnern an 25 große Momente.

Graceland (laut) - 45 Jahre nach seinem Tod kommt Elvis Presley endlich groß auf die Leinwand: Gestern ist der zweieinhalb Stunden lange Film "Elvis" von Regisseur Baz Luhrmann ("Romeo & Julia", "Moulin Rouge", "Der große Gatsby") mit Austin Butler in der Hauptrolle weltweit angelaufen und gesellt sich damit in die Reihe berühmter Musik-Biopics wie "Bohemian Rhapsody", "Ray", "Walk The Line" und "Rocketman". Luhrmanns Ansatz war, über eine bloße Nacherzählung von Presleys einzigartiger Karriere hinauszugehen und diese mit dem kulturellen Leben Amerikas in den 50er, 60er und 70er Jahren zu verknüpfen. Hierfür wählte er den schwierigen Charakter des Colonel Tom Parker als schurkenhaften Erzähler aus, der von Tom Hanks gespielte Manager und Antagonist von Elvis.

Die 25 besten Songs von Elvis Presley

Der 30-jährige Elvis-Darsteller Butler ("Once Upon a Time in Hollywood") arbeitete zwei Jahre intensiv an seiner Rolle, in der er seine Familie kaum sah. Mit Erfolg: In die Lobeshymnen der amerikanischen Filmkritik stimmten zu Butlers Erleichterung auch Presleys Witwe Priscilla und Tochter Lisa Marie ein. Der Soundtrack des Mammutprojekts (erscheint erst am 29. Juli) kommt nicht weniger ambitioniert daher.

Raplastiger Soundtrack

Anstatt sich auf die Original-Evergreens zu beschränken, akquirierte Hollywood eine überraschend illustre Schar an Musiker*innen, die zu weiten Teilen aus dem Hip Hop-Bereich stammen. Mit dabei sind die bereits veröffentlichten Interpretationen der italienischen ESC-Shootingstars Måneskin ("If I Can Dream") und Doja Cats "Hound Dog"-Version namens "Vegas".

Für Aufsehen sorgte bereits die Eminem/Cee-Lo Green-Version von "Jailhouse Rock". In "The King And I" vergleicht sich der Detroiter Rapper mit dem King: "It seems obvious: one, he's pale as me / Second, we both been hailed as kings / He used to rock the Jailhouse, and I used to rock The Shelter (...) I stole black music, yeah, true, perhaps used it / As a tool to combat school kids / Kids came back on some bathroom shit / Now I call a hater a bidet / 'cause they mad that they can't do shit."

Mehr Elvis?

Unter dem nachfolgenden Link könnt ihr auf einem Streamingdienst Eurer Wahl die 30 Top-Hits seiner populären und neu aufgelegten Greatest-Hits-Scheibe aus dem Jahr 2002 anhören oder sie direkt kaufen:

Tracklist "Elvis"-Soundtrack:

  1. Suspicious Minds (Intro) – Elvis Presley
  2. Also Sprach Zarathustra/An American Trilogy – Elvis Presley
  3. Vegas – Doja Cat
  4. The King And I – Eminem & Cee-Lo Green
  5. Tupelo Shuffle – Swae Lee & Diplo
  6. I Got A Feelin' In My Body – Elvis Presley & Stuart Price
  7. Craw-Fever – Elvis Presley
  8. Don't Fly Away (PNAU Remix) – Elvis Presley & Pnau
  9. Can’t Help Falling In Love – Kacey Musgraves
  10. Product Of The Ghetto – Nardo Wick
  11. If I Can Dream – Maneskin
  12. Cotton Candy Land – Stevie Nicks & Chris Isaak
  13. Baby, Let's Play House – Austin Butler
  14. I'm Coming Home (Film Mix) – Elvis Presley
  15. Hound Dog – Shonka Dukureh
  16. Tutti Frutti – Les Greene
  17. Strange Things Are Happening Every Day – Yola
  18. Hound Dog – Austin Butler
  19. Let It All Hang Out – Denzel Curry
  20. Trouble – Austin Butler
  21. I Got A Feelin' In My Body – Lenesha Randolph
  22. Edge of Reality (Tame Impala Remix) – Elvis Presley & Tame Impala
  23. Summer Kisses / In My Body – Elvis Presley
  24. '68 Comeback Special (Medley) – Elvis Presley
  25. Sometimes I Feel Like A Motherless Child – Jazmine Sullivan
  26. If I Can Dream (Stereo Mix) – Elvis Presley
  27. Any Day Now – Elvis Presley
  28. Power of My Love – Elvis Presley & Jack White
  29. Vegas Rehearsal / That's All Right – Austin Butler & Elvis Presley
  30. Suspicious Minds – Elvis Presley
  31. Polk Salad Annie (Film Mix) – Elvis Presley
  32. Burning Love (Film Mix) – Elvis Presley
  33. It's Only Love – Elvis Presley
  34. Suspicious Minds – Paravi
  35. In The Ghetto (World Turns Remix) – Elvis Presley & Nardo Wick
  36. Unchained Melody (Live at Ann Arbor) – Elvis Presley

Fotos

Måneskin

Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Måneskin,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

Weiterlesen

laut.de-Porträt Elvis Presley

Der König ist tot, lang lebe der König! So klang es am 16. August 1977 wehmütig durch die Medien. Bis dahin hatte Elvis Presley bereits 600 Millionen …

6 Kommentare mit einer Antwort, davon 5 auf Unterseiten

  • Vor 5 Monaten

    Ich mag Elvis sehr gerne und kann mir schon vorstellen, für den Film ins Kino zu gehen. Ich fürchte lediglich, dass auch hier wieder zu sehr nach "Style over Substance" produziert wurde - die Anzeichen dafür sind definitiv gegeben. Letztes Jahr um diese Zeit sah ich die fantastische Doku "Elvis: The Searcher", die mir den Menschen hinter der Figur nochmal sehr viel näher brachte. Das dann jetzt in einem Meer aus Kitsch, Pathos und Baukasten-Rap-Beats begraben zu sehen, muss eigentlich nicht sein. Andererseits würde ich mich auch gerne positiv überraschen lassen! Ma' gucken, ob der hier iwo im Original gespielt wird.

    By the Way, mein Lieblingssong von Elvis im letzten Jahr war "Polk Salad Annie! - grandios!